Bertelsmann Stiftung
Aus Bildungswiki
- AK Bertelsmann
- Bertelsmann-kritische Informationen und Materialien
- Bertelsmannkritischer Verteiler
- Dokumentation bisheriger Bertelsmann-kritischer Aktivitäten
Materialien
- Schöller, Oliver: Bertelsmann geht voran. Zur gesellschaftspolitischen Bedeutung eines deutschen Think Tank http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/155/155_schoeller.pdf
- Schöller, Oliver: "Geistige Orientierung" der Bertelsmann-Stiftung. Beiträge einer deutschen Denkfabrik zur gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit. In: Prokla 122, 2001, Nr.1, S. 123-143.
- Interview mit Hans J. Kleinsteuber: "Bertelsmann hat enormen Einfluss" Noch bis morgen kann die Springer AG Bedenken des Kartellamts gegen die Übernahme von ProSiebenSat.1 ausräumen. Die Wettbewerbshüter fürchten zu viel Macht für Springer. Konkurrent Bertelsmann nutzt sie bereits, sagt Politologe Kleinsteuber. http://www.taz.de/pt/2005/12/07/a0125.1/text
- Gutmair, Ulrich: Peter L. Berger: Die Grenzen der Gemeinschaft. Der Bertelsmann Konzern gehört zu den Global Players im weltweiten Mediengeschäft. Wie wir wissen, tragen die Medien ihren Teil dazu bei, daß die Welt so ist, wie sie ist, und daß das auch in Zukunft so bleibt. Bertelsmann verfügt über einen Think Tank, der darüber nachdenkt, warum trotzdem noch nicht alles so funktioniert, wie es sollte. Das Referat "Geistige Orientierung" der Bertelsmann Stiftung hat den Auftrag, "Krisen zu überwinden, die mit dem Wandel der Werte und dem Verlust von Sinnhorizonten eng verbunden sind." Der Einfluß von Religion, Familie und Staat sinke. Daher müssten Konflikte zwischen verschiedenen Orientierungsangeboten am Markt ausgetragen werden, so die Stiftung. Wenn Lebensziele und Inhalte im Pluralismus aber miteinander konkurrieren, seien die Eliten gefordert, der Gesellschaft wirksame Orientierungen zu vermitteln. Eine Orientierung, die sinnvolle Lebenskonzepte für den Einzelnen mit der Gemeinschaftsfähigkeit der Gesellschaft verbindet. Soweit die generelle Idee des allgemeinen Werteverfalls, die der kulturpessimistisch-konservativen Analyse folgt, daß nicht etwa die Logik des Markts, sondern der Verlust von Werten die Ursache einer allgemeinen Krise ist. http://www.art-bag.org/convextv/1998/10/berger.htm
- Spatzier, Frank: "Einflussnahme durch einen Konzern: Mögliche Probleme bei der Forschungsinitiierung und -durchführung durch die Bertelsmann-Stiftung" http://home.foni.net/~spatzier/bertelsmann.html
- Die Satzung der Bertelsmann Stiftung: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-0A000F0A-5DBF1A69/stiftung/Satzung-aktuell-28-9-04.pdf
- Hilfreich beim Lesen der Satzung: Auszüge aus der Abgabenordnung: http://www.aktive-buergerschaft.de/bsi/resourcen/Abgabenordnung-Auszug.pdf
- Das Leitbild der Bertelsmann Stiftung: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-0A000F0A-BDA2C03C/stiftung/Leitbild.pdf
- Der Jahresbericht 2004 der B-Stiftung: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-0A000F0A-5DBF1A69/stiftung/Jahresbericht2004.pdf
- Wolfgang Lieb: Die Souffleure der Macht – Bertelsmann als informelles Bildungsministerium? Referat im Rahmen der Vortragsreihe „Ende der Geschichte oder Geschichte ohne Ende. Wohin steuert die Wissensgesellschaft?“ an der Philipps-Universität Marburg am 6.12.2006 http://www.nachdenkseiten.de/?p=1921
- Tanja Stelzer: Vordenker und graue Eminenz. Politikberater nehmen Einfluß auf die Einflußreichen. 13.05.1999, Die Zeit. "Wirklich politisch unabhängig ist keine dieser Institutionen, auch das CAP nicht. Der größte von 35 Geldgebern des CAP etwa ist die Bertelsmann Stiftung. Diese betreibe "gewissermaßen Lobbyarbeit", sagt Winand Gellner, Politikprofessor an der Passauer Universität und Autor einer Studie über amerikanische und deutsche Ideenagenturen. "Bei Bertelsmann bekommt der Autor nie das Copyright", sagt er. Da könne es schon passieren, daß "die Ergebnisse im Schreibtisch liegenbleiben" - wenn sie dem Medienkonzern nicht genehm sind." Kommentar: Dieser Artikel befindet sich auf der CAP-eigenen Website. Das CAP macht also nicht einmal einen Hehl daraus, von den Privatinteressen des Bertelsmann-Konzerns abhängig zu sein. Fragt sich, womit noch der steuerbegünstigende Gemeinnützigkeitsstatus der Stiftung gerechtfertigt ist. Weiter zum Artikel: http://www.cap-lmu.de/aktuell/pressespiegel/1999/vordenker_eminenz.php
- Florian, Daniel: Benchmarking Think Tanks. Wandlungsstrategien akademischer Think Tanks im Vergleich. "Finanziert wird das CAP durch Drittmittelprojekte und die Förderung von derzeit 35 Geldgebern, allen voran der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh). Die Trennung zwischen CAP und Bertelsmann Stiftung ist jedoch teilweise diffus: Sowohl Werner Weidenfeld, Direktor des CAP, und sein Stellvertreter Josef Janning sind gleichzeitig Mitglieder im Präsidium bzw. der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung. Die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung führt zu vielen positiven Synergieeffekten (etwa was das Netzwerk des CAP angeht) und zu einem Zugang zu zusätzlichen finanziellen Mitteln (die Bertelsmann Stiftung hatte 2003 ein Budget von fast 70 Mio. Euro), die es dem CAP erlauben, sehr große Konferenzen (mit-) auszurichten. Allerdings birgt dies auch die Gefahr einer Abhängigkeit des CAP von der Bertelsmann Stiftung: Letztere betreibe, so Winand Gellner, „gewissermaßen Lobbyarbeit“, und da das Copyright bei Bertelsmann nie bei den Autoren bleibe, könne es passieren, dass Ergebnisse nicht veröffentlicht werden, wenn sie dem Medienkonzern nicht genehm seien. Wirklich politisch unabhängig ist also auch das CAP nicht." http://www.thinktankdirectory.org/downloads/041010-dfo-benchmarking.pdf
- Meinung für Millionen. Wie Interessengruppen die öffentliche Meinung beeinflussen. Ein Feature von Brigitte Baetz, Deutschlandfunk, Hintergrund Kultur, 26.08.2005 19:15
- Ein Artikel, der am Rande die Funktion der Veranstaltungen der Bertelsmann Stiftung für den Konzern beschreibt: Götz Hamann: Milliarden verzweifelt gesucht. Bertelsmann braucht Geld, um Großaktionär Albert Frère auszukaufen. Doch woher nehmen? DIE ZEIT, 11.05.2006 "Manchmal ist ein Treffen in der Öffentlichkeit die beste Tarnung, und drei Teilnehmer an einem Kongress des German Marshall Fund in Brüssel beherrschten diese List vor zehn Tagen bestens. Erwartungsgemäß richteten sich alle Scheinwerfer auf Männer wie den EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso, den belgischen Kronprinzen Philippe und den amerikanischen Senator und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John McCain. Sie und dazu mehrere Dutzend hochrangige Politiker und Diplomaten debattierten im noblen Hotel Conrad über die »transatlantischen Herausforderungen in Zeiten der Globalisierung«. Doch in ihrer Mitte kam ein ganz anderes diplomatisches Stück zur Aufführung, wurden ganz andere Beziehungen gepflegt. Denn heimlich saßen dort öffentlich beisammen: Liz Mohn, die als Sprecherin ihrer Familie de facto die Mehrheit des Medienkonzerns Bertelsmann kontrolliert, dazu Gunter Thielen, Vorstandschef des Konzerns – und Baron Albert Frère aus Belgien. [...] Im Angesicht dieser unternehmensinternen Spannungsverhältnisse sähen es die Verantwortlichen gern, wenn Albert Frère den Preis für seine Anteile schnell nennen würde. Auch deshalb hätten sie seit längerem nach einer Möglichkeit gesucht, den trennungswilligen Baron in einem für ihn angenehmen Rahmen zu treffen, heißt es intern. Der Brüsseler Kongress des German Marhall Fund lieferte die passende Gelegenheit dazu. Weil die Bertelsmann Stiftung das Ereignis mitfinanziert hat, konnte sie Einfluss auf die Gästeliste nehmen. Gunter Thielen war als Redner ohnehin vor Ort, und auch Liz Mohn kam in offizieller Mission. Als stellvertretende Vorsitzende der Stiftung sprach sie einige Worte beim Gala-Diner. Letztlich konnte Bertelsmann seinem Minderheitsgesellschafter ein Wochenende in bester Gesellschaft bieten. Frère lebt sehr zurückgezogen und genießt in Belgien keinen besonders guten Ruf. Doch nun stand sogar ein Empfang beim belgischen König im Spiegelsaal des Schlosses auf dem Programm, gefolgt von dem Festessen in dem pompösen Handelssaal der Brüsseler Börse." http://www.zeit.de/2006/20/Bertelsmann_xml
- Ein Artikel, der die Funktion der Veranstaltungen der Bertelsmann Stiftung für den Konzern beschreibt: Blume, Georg: Mauerblümchen. Der Medienkonzern Bertelsmann muss sich in China mit einer ungewohnt kleinen Rolle bescheiden. "Von wegen „Kulturforum“ – Chinas Kulturminister Sun Jiazheng, ein unauffälliger 50-jähriger Karrierekader, hatte das Anliegen von Liz Mohn in China anders verstanden. Zwar war sie als Vizepräsidentin der gemeinwohlorientierten Bertelsmann-Stiftung angereist, aber jeder weiß, dass die Familie Mohn im deutschen Medienkonzern Bertelsmann die Kontrolle ausübt. Und so sprach der chinesische Minister im Pekinger Hyatt-Hotel nicht vom Motto der Veranstaltung, „Voneinander Lernen, Miteinander Wirken“, sondern gleich vom Geld. Über zehn Milliarden Euro sei der chinesische Kulturmarkt heute wert, Reise-, Unterhaltungs- und Mediengeschäft eingeschlossen. Auf acht Milliarden Euro belaufe sich die Kaufkraft der chinesischen Kulturkonsumenten. Das sei nur der Anfang. China werde seinen Kulturmarkt für die „intensive kommerzielle Nutzung vorbereiten“, warb Sun. Da ließ Liz Mohn neben ihm ein sanftes Lächeln über ihre Lippen spielen." DIE ZEIT 27.05.2004 Nr.23 http://www.zeit.de/2004/23/Bertelsmann_2fChina
