Bertelsmann-kritische Informationen und Materialien

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Inhaltsverzeichnis

Bertelsmann-Komplex allgemein

Vor 30 Jahren wurde die erste medienwissenschaftliche Kritik am Bertelsmann-Komplex ("Medienprofit & Medienideologie - am Beispiel Bertelsmann") publiziert von Richard Albrecht, Buch & Leser in der BRD [...], phil. Diss. Univers. zu Bremen, 1976, 83 ff./Kapitel II/2. Eine Kurzfassung dieses Kapitels als PDF: http://www.forced-labour.de/wp-content/uploads/2007/01/2007_01_31_richard_albrecht_bertelsmann.pdf, eine Einleitung dazu von Thomas Meese: http://www.forced-labour.de/archives/85


Nachrichten

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Websites mit kritischen Beiträgen zu Bertelsmann

  • http://www.steffen-roski.de - Die Anstifter anstiften stiften zu gehen. Der Bertelsmann Stiftung die Gemeinnützigkeit aberkennen - jetzt!


Hier lohnt es sich "bertelsmann" in die Suchfunktion einzugeben:

Bücher

  • Biermann,Werner/Klönne, Arnold: »Agenda Bertelsmann. Ein Konzern stiftet Politik«, PapyRossa Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-89438-372-5
  • Trepp, Gian: Bertelsmann. Eine deutsche Geschichte, Unionsverlag, Zürich 2007, ISBN 3-293-00373-7
  • Wernicke, Jens/Bultmann, Torsten: Netzwerk der Macht - Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus Gütersloh, Marburg, 2., erweiterte Auflage, Oktober 2007, BdWi-Verlag
  • Thomas Barth (Hg.): Bertelsmann: Ein globales Medienimperium macht Politik. Expansion als Bildungsdienstleister, politische Einflussnahme, internationale Perspektive, Hamburg: Anders Verlag 2006, isbn 3-939594-01-6
  • Fischler, Hersch/Böckelmann, Frank: Bertelsmann. Hinter der Fassade des Medienimperiums. Frankfurt am Main, Oktober 2004, Eichborn
  • Lehning, Thomas: Das Medienhaus. München 2004, Wilhelm Fink Verlag
  • Müller, Ulrich/Giegold, Sven/Arlhelger, Malte (Hrsg.): Gesteuerte Demokratie? Wie neoliberale Eliten Politik und Öffentlichkeit beeinflussen. Hamburg 2004, VSA-Verlag.
  • Müller, Albrecht: Machtwahn München 2006, Droemer Verlag. Enthält Passagen zu Bertelsmanns Machenschaften.
  • Bundesmann-Jansen, Jörg; Pekruhl Ulrich: Der Medienkonzern Bertelsmann. Neues Management und gewerkschaftliche Betriebspolitik. In: HBS Forschung, Bd. 7, S. 59-68, Köln 1992.
  • Meyer-Larsen: Germany, Inc.. The New German Juggernaut and Its Challenge to World Business, New York 2000. Enthält ein Kapitel über "Bertelsmann and Bertelsmen".
  • Barnet, Richard J. and Cavanagh, John. Global Dreams: Imperial Corporations and the New World Order. New York: Simon & Schuster (Touchstone), 1994. 480 pages. ISBN 0-684-80027-6 Barnett (Global Reach) and Cavanagh, a Fellow at the Washington, D.C., Institute for Policy Studies, start off slowly in criticizing the power of worldwide conglomerates, but they pick up speed as the book progresses. They focus on five corporations as the basis for analyzing five industries. Thus Bertelsmann and Sony are the case studies of publishing and the media and their impact on global culture; Ford, of manufacturing and workplace issues; Philip Morris, of the food business and global market; and Citicorp, of the world financial and banking system. http://www.amazon.de/gp/product/product-description/0671633775/ref=dp_proddesc_0/302-5086320-6082413?ie=UTF8&n=299956&s=books

Allgemeines

  • Thomas Barth: Bertelsmanns EU-Verfassung - Wie ein Medienkonzern Europa- und Militärpolitik macht 2.04.2007: "Aus diversen Studien des Centrums für Angewandte Politikforschung (CAP) in München spricht eine kriegerische Weltsicht. So sieht man dort die militärische Zielsetzung der Europäischen Sicherheitsstrategie darin, Konfliktdominanz nahe am Krieg Staat gegen Staat sicherzustellen. Die EU-Streitkräfte bräuchten deutliche Luftüberlegenheit und eine Schlagkraft, die von land- und seegestützen Plattformen operieren kann, um Missionen über ein größeres Spektrum, größere Distanzen auf höherem Niveau der Konfliktintensität und für längere Zeiträume führen zu können. Damit sollen laut CAP Attacken in Europa oder auf Europäische Interessen, etwa auf die Rohstoffversorgung, gestoppt werden."
    http://anti-b.de/?1851
  • Wolfgang Lieb: Die Souffleure der Macht – Bertelsmann als informelles Bildungsministerium? Referat im Rahmen der Vortragsreihe „Ende der Geschichte oder Geschichte ohne Ende. Wohin steuert die Wissensgesellschaft?“ an der Philipps-Universität Marburg am 6.12.2006 http://www.nachdenkseiten.de/?p=1921
  • SWR2 Forum: Schattenkabinett aus Gütersloh - Die Bertelsmann Stiftung in der Kritik, Moderation: Jürgen Heilig, Gesprächsteilnehmer: Albrecht Müller - Politikberater und Publizist ("Die Reformlüge"), Prof. Ulrich van Suntum - Wirtschaftswissenschaftler, Universität Münster, Harald Schumann - Journalist, "Berliner Tagesspiegel"; SWR2 Forum 20.09.2006, Datei zum herunterladen: http://www.podster.de/episode/146651
  • FLORIAN DIEKMANN & FREDERIK MOHRDIEK: Die Überzeugungstäter. Die Bertelsmann Stiftung hat sich in den letzten Jahren zum übermächtigen EINFLÜSTERER der deutschen Politik entwickelt. Ihr Aufstieg wirft Licht auf eine Gesellschaft, in der Einfluss mit Geld erkauft werden kann. In: Injektion, Heft 3, http://www.injektion-online.de/aktuell/bertelsmann.html
  • Andrea Ritter: It's the economy, stupid! "Hilfreich und edel, fortschrittlich und gut - in Zeiten leerer Staatskassen präsentieren sich Stiftungen als Wohltäter der Gemeinschaft. Dabei gewinnt der "Dritte Sektor" politische Macht, ohne sich zur Wahl stellen zu müssen." in ScheckheftGEPFLEGT, Stadtmagazin, Winter 2006
  • Gaus, Günter (1970): Bonn und Bertelmann, In: Der Spiegel Nr.11 (Titel: Die totale Mobilmachung, siehe: Freundlicher Moloch, S. 100). Zitat: "Wenn es also wahr ist, daß die sozialdemokratische Regierungspartei Frieden mit Bertelsmann hält, weil sie ihn mit Springer nicht machen konnte, so wird in diesen Tagen eine Fehlentscheidung vorbereitet, deren Folgen weit über die bisherigen kommunikationspolitischen Versäumnisse hinausreichen. [...] Für Bonn muß das sichtbar werdende Konzept der Gütersloher genügen, endlich die Formeln für die Bändigung der totalen Informationsindustrie von morgen zu entwickeln. [...] Gut gemeinte Beteiligungen der Belegschaft und Mitsprache-Rechte, wie sie bei Bertelsmann praktiziert oder für möglich gehalten werden, sind nichtssagende Kleinigkeiten, gemessen an der Totalität, mit der ein künftiger Informations-Konzern von Bertelsmann-Größe auf die Gesellschaft Einfluß nehmen wird"
  • Becker, Jörg (1985): Der Bertelsmann-Konzern, in: Peter H. Mettler (Hrsg.), Wohin expandieren multinationale Konzerne? Bd. 10, Arnoldshainer Schriften zur interdisziplinären Ökonomie, Frankfurt/M.
  • Becker, Jörg: Activities in foreign countries and new technologies of a transnational corporation: the example of Bertelsmann, in: Media, Culture and Society (London), 3/1985, S. 313-330.
  • Ditfurth, Jutta: Zahltag, Junker Joschka! "Es gibt nur noch wenige selbständige größere Buchverlage, die meisten gehören einer Handvoll Medienkonzerne. Bei den Zeitschriften sieht es nicht besser aus. Die herrschende Meinung gehört immer weniger Leuten, Als der Bertelsmann-Konzern Schröder als SPD-Kanzlerkandidat durchsetzen wollte, aber die SPD-Basis noch an Lafontaine hing, gab es über Monate positive Schröder-Darstellungen in Bertelsmann-Medien, bis die Parteibasis begriff, daß mit diesem Mann der Erfolg winkte. Bertelsmann hat Schröder ins Amt geholfen, und der bedankt sich mit neoliberaler Wirtschaftspolitik und dem Abriß des Sozialstaates." http://www.gfid.de/gruene.pdf
  • Bertelsmann in Deutschland. Eine Art Pseudodemokratie. Die Großmacht aus Gütersloh: Über die ethische Selbstüberhöhung eines Medienkonzerns und die Privatisierung der Politik - ein Gespräch mit Publizist Frank Böckelmann. Interview: Thomas Thiel, Ulrich Raulff. http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/61/40021/
  • Marohn, Anna: Verschwommene Grenzen in Gütersloh. Die gemeinnützige Stiftung des Medienkonzerns Bertelsmann sieht sich gerne als Reformwerkstatt - Kritiker halten ihre Nähe zu Politik und Wirtschaft für gefährlich. http://www.meinepolitik.de/bertelsm.htm

Bertelsmann-Struktur

Konzern

  • Interview mit Hans J. Kleinsteuber: "Bertelsmann hat enormen Einfluss" Noch bis morgen kann die Springer AG Bedenken des Kartellamts gegen die Übernahme von ProSiebenSat.1 ausräumen. Die Wettbewerbshüter fürchten zu viel Macht für Springer. Konkurrent Bertelsmann nutzt sie bereits, sagt Politologe Kleinsteuber. http://www.taz.de/pt/2005/12/07/a0125.1/text
  • Götz Hamann: Seelenmassage im Tempel. Auf dem Strategiekongress von Bertelsmann muss Vorstandschef Gunter Thielen Antworten liefern. Wie kann der größte deutsche Medienkonzern wachsen, wenn die Märkte stagnieren? DIE ZEIT 17.12.2003 Nr.52 http://www.zeit.de/2003/52/Bertelsmann-neu
  • Dietrich Stahlbaum: Bei Bertelsmann in der Drückerkolonne oder Wie Reinhard Mohn begann, einen der mächtigsten Medienkonzerne aufzubauen Telepolis-Artikelforum, 17. November 2004. „Wir verkaufen eine Idee“, sagte er, „nicht irgendeine Ware. Sondern eine Idee! Wenn Sie mitmachen wollen, kommen Sie heute Abend in das Lokal »Zum lustigen Seemann« in der …straße.“ http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6885112&forum_id=68581
  • Fallbeispiel Bertelsmann (2. Kapitel: Datenbanken und Politik, Datenbanken in NRW), aus Datenbanken und Macht : Konfliktfelder und Handlungsräume von Jörg Becker; Susanne Bickel, Opladen : Westdt. Verl., 1992
  • Jörg Becker: Der Bertelsmann-Konzern. Nationale und internationale Standortbestimmung. In Medienforschung Bd. 1, Konzerne, Macher, Kontrolleure, Dieter Prokop (Hrsg.), Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verl., 1985
  • Jörg Becker: Informationskonzerne und gesellschaftlicher Wandel in Westeuropa

http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1987/1987-01-a-037.pdf

  • Jörg Bundesmann-Jansen, Ulrich Pekruhl: Der Medienkonzern Bertelsmann. Neues Management und gewerkschaftliche Betriebspolitik, Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.), Bund-Verlag, Köln 1992


Konzern-Nachrichten

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Konzernstruktur/Tochterfirmen

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  Konzernstruktur/Tochterfirmen

Stiftungen/Think-Tanks

Bertelsmann Stiftung

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  Bertelsmann Stiftung
Centrum für Hochschulentwicklung (CHE)

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  Hochschule/CHE
Centrum für angewandte Politikforschung (CAP)

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  Politik/CAP
Bertelsmann Wissenschaftsstiftung

Zur Ergänzung der Aktivitäten der Bertelsmann Stiftung errichtete die Bertelsmann AG 1995 die Bertelsmann Wissenschaftsstiftung, eine selbstständige Stiftung des privaten Rechts. Die Bertelsmann Wissenschaftsstiftung kooperiert vielfach mit dem Centrum für angewandte Politikforschung, dessen Direktor der Politikberater Prof. Werner Weidenfeld ist. Weidenfeld ist wiederum Mitglied im Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Gemeinsinn-Werkstatt

Die Gemeinsinn-Werkstatt möchte ein Rahmen zur Selbstorganisation von freiwilligem Engagement sein (http://www.gemeinsinn-werkstatt.de/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=12&Itemid=41) und ging aus einem Forschungsprojekt der Bertelsmann Stiftung und des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) hervor, das sowohl finanziell als auch personell engstens mit der Bertelsmann Stiftung verbandelt ist.

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  Gemeinsinn-Werkstatt
Centrum für Krankenhaus-Management (CKM)
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Zusammenwirken von Konzern und Stiftung

  • Rudolph Bauer: Gemeinwohl und Eigeninteresse. Das globale Engagement der Bertelsmann-Stiftung. Die Bertelsmann AG gehört einer Stiftung. Diese ist nicht nur auf regionaler und nationaler, sondern ebenso auf internationaler Ebene tätig. Dabei dient sie auch den wirtschaftlichen Interessen des Weltkonzerns, wie der Autor des folgenden Beitrags schreibt. http://www.nzz.ch/2007/03/30/em/articleEW1KK.print.html
  • Interview mit Hans J. Kleinsteuber: "Bertelsmann hat enormen Einfluss" Noch bis morgen kann die Springer AG Bedenken des Kartellamts gegen die Übernahme von ProSiebenSat.1 ausräumen. Die Wettbewerbshüter fürchten zu viel Macht für Springer. Konkurrent Bertelsmann nutzt sie bereits, sagt Politologe Kleinsteuber. http://www.taz.de/pt/2005/12/07/a0125.1/text


Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft

Bertelsmann-Ideologie

  • Schöller, Oliver: "Geistige Orientierung" der Bertelsmann-Stiftung. Beiträge einer deutschen Denkfabrik zur gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit. In: Prokla 122, 2001, Nr.1, S. 123-143.
  • Gutmair, Ulrich: Peter L. Berger: Die Grenzen der Gemeinschaft. Der Bertelsmann Konzern gehört zu den Global Players im weltweiten Mediengeschäft. Wie wir wissen, tragen die Medien ihren Teil dazu bei, daß die Welt so ist, wie sie ist, und daß das auch in Zukunft so bleibt. Bertelsmann verfügt über einen Think Tank, der darüber nachdenkt, warum trotzdem noch nicht alles so funktioniert, wie es sollte. Das Referat "Geistige Orientierung" der Bertelsmann Stiftung hat den Auftrag, "Krisen zu überwinden, die mit dem Wandel der Werte und dem Verlust von Sinnhorizonten eng verbunden sind." Der Einfluß von Religion, Familie und Staat sinke. Daher müssten Konflikte zwischen verschiedenen Orientierungsangeboten am Markt ausgetragen werden, so die Stiftung. Wenn Lebensziele und Inhalte im Pluralismus aber miteinander konkurrieren, seien die Eliten gefordert, der Gesellschaft wirksame Orientierungen zu vermitteln. Eine Orientierung, die sinnvolle Lebenskonzepte für den Einzelnen mit der Gemeinschaftsfähigkeit der Gesellschaft verbindet. Soweit die generelle Idee des allgemeinen Werteverfalls, die der kulturpessimistisch-konservativen Analyse folgt, daß nicht etwa die Logik des Markts, sondern der Verlust von Werten die Ursache einer allgemeinen Krise ist. http://www.art-bag.org/convextv/1998/10/berger.htm
  • Dietrich Stahlbaum: Bei Bertelsmann in der Drückerkolonne oder Wie Reinhard Mohn begann, einen der mächtigsten Medienkonzerne aufzubauen Telepolis-Artikelforum, 17. November 2004. „Wir verkaufen eine Idee“, sagte er, „nicht irgendeine Ware. Sondern eine Idee! Wenn Sie mitmachen wollen, kommen Sie heute Abend in das Lokal »Zum lustigen Seemann« in der …straße.“ http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6885112&forum_id=68581

Bertels-Netz

American Institute for Contemporary German Studies (AICGS), Johns Hopkins University

Im Board of Trustees 2005 des AICGS sitzt als Bertelsmann-Vertreter Michael Hansen http://www.aicgs.org/about/board/hasen.aspx. Bertelsmann gehört auch zu den größten privaten Sponsoren des Instituts ( Liste der AICGS-Sponsoren 2005/Spenden über $ 50 000 + ). Mehr: http://www.aicgs.org/documents/AICGS_AR_2005.pdf

Mit im Board des AICGS sitzen unter anderem Roland Berger (ehemaliger Chef vom Hamburger Wissenschaftssenator Jörg Dräger), Josef Joffe, Chefredakteur von DIE ZEIT und Dieter Feddersen, Partner der Anwaltskanzlei White & Case und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dräger AG, sowie Vorsitzender der Dräger Stiftung. Gegen Feddersen wurde im Fall des Berliner Bankenskandals ermittelt.

Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Gunter Thielen, wurde mit dem 11. Annual Global Leadership Award des American Institute for Contemporary German Studies der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität ausgezeichnet. Das AICGS Global Leadership Award Dinner fand dieses Jahr am 10. November in der Cipriani 23rd Street in New York statt, und zeichnet Thielen für seine Verdienste um die Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland/Europa und den Vereinigten Staaten aus ("singles out a leading German or American business figure ho has demonstrated unique leadership in the international area, reinforcing the bonds between Germany/Europe and the United States"). Zuvor überreichte bereits der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder persönlich den Global Leadership Award an Sanford I. Weill, den Vorstandvorsitzenden von Citigroup.


Eine der SpenderInnen an das Institut ist die Bank Brown Brothers Harriman (BBH). Die Bank wurde von George Herbert Walker, dem Urgroßvater des derzeitgen Präsidenten der USA, George W. Bush, mitgegründet. Bei einer Tochter der BBH, der Union Banking Corporation (UBC), verdiente auch Prescott Bush, George W.s Großvater und Schwiegersohn von George Herbert Walker sein erstes Vermögen, mit dem er nach dem 2. Weltkrieg seine Karriere bei den Republikanern finanzierte. Dabei half die Bank (in den Dreißigern) US-Kredite für Nazi-Deutschland aufzutreiben, mit denen die Aufrüstung und der Krieg finanziert werden konnten. Besonders enge Geschäftsbeziehungen bestanden zu Fritz Thyssen, der Hitler direkt finanzierte. Darüber hinaus waren sowohl Prescott Bush als auch George H. Walkers Geschäftspartner Averell Harriman Mitglieder in dem Geheimorden Skull & Bones an der Yale-Universität. http://www.guardian.co.uk/usa/story/0,12271,1312540,00.html Auch die Gründung der Johns Hopkins Universität geht auf Mitglieder von Skull & Bones zurück (Antony C. Sutton: America's secret Establishment. An Introduction to the Order of Skull & Bones. Liberty House Press, Billings, Montana 1986.)

Die Johns Hopkins Universität an der Spitze: Ein Ranking der US-amerikanischen Universitäten (von 2001) über militärische Zuwendungen. http://www.fiatpax.net/profiles.html

Atlantik-Brücke

„Die Atlantik-Brücke e.V. (gegründet 1952) ist einer der in Deutschland seltenen Versuche, von privater Seite in den politischen Raum hineinzuwirken, sympathiebildend, kontaktvermittelnd, katalysatorisch“ (FAZ) http://www.atlantik-bruecke.org/

  • Olivia Schoeller, Stefan Elfenbein: ATLANTIK-BRÜCKE. Ein Whos who der Politik und Wirtschaft "Dass von den Aktivitäten der Atlantik-Brücke wenig in der Öffentlichkeit bekannt wird, ist Absicht. Es ist kein Verein, der nach außen wirken will. Vielmehr wird in aller Stille agiert, was dem Verein zuweilen das Image eines Geheimbundes verleiht - und den Ruf eines elitären Clubs. Um eine Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke bewirbt man sich nicht, man wird dazu aufgefordert. So mag die Zahl von 360 Mitgliedern gering erscheinen, ihr Einfluss aber gilt als bedeutend. Die Atlantik-Brücke wird unterstützt von allen großen deutschen Unternehmen. Die Namensliste des Vorstands und Kuratoriums liest sich wie ein Who s who der Politik und Wirtschaft. Und auf der anderen Seite des Atlantiks engagieren sich nicht weniger einflussreiche Gesprächspartner.

"Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben", sagt der Vorstands-Chef der Atlantik-Brücke, Arend Oetker. Um Probleme effizient zu lösen, ist es eben hilfreicher, wenn sich die Entscheidungsträger persönlich kennen. Ein Missverständnis kann schnell mit einem Telefonanruf ausgeräumt werden - größere transatlantische Probleme, wie die US-Zölle auf Stahl, sorgen zwar auch innerhalb der Atlantik-Brücke für Stirnrunzeln. Die Freundschaft aber können sie nicht trüben." Mehr: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0417/politik/0031/

Im Jahre 1993 stifteten die Atlantik-Brücke und das deutsch-jüdische Armonk Institute den Vernon A. Walters Award, der einmal jährlich an eine deutsche oder amerikanische Persönlichkeit in Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste um die deutsch-amerikanischen Beziehungen verliehen wird. Der Preis ist benannt nach dem US-Botschafter zur Zeit der Maueröffnung.

Bisherige Preisträger:

  • Louis R. Hughes (General Motors)
  • Eberhard von Kuenheim (BMW AG)
  • Jürgen Dormann (Aventis Hoechst AG)
  • Jürgen E. Schrempp (DaimlerChrysler AG)
  • Dr. Rolf-E. Breuer (Deutsche Bank AG)
  • Dr. Thomas Middelhoff (Bertelsmann AG)
  • Dr. Henning Schulte-Noelle (Allianz AG)
  • Dr. Manfred Schneider (Bayer AG)
  • Dr. Bernd Pischetsrieder (Volkswagen AG)
  • Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa AG)

Im Juni 1998 ließ sich auch der angehende Bertelsmann Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff mit dem Preis des deutsch-jüdischen Armonk-Instituts und der Atlantik-Brücke auszeichnen.

Thomas Schuler über die Preisverleihung: 350 Gäste feierten im Waldorf Astoria Hotel. Der deutsche Außenminister verschob seinen Abflug, um eine Rede zu halten. Der Bundeskanzler ließ einen Glückwunsch verlesen. Und das alles wegen einer Auszeichnung, die nicht halb so bekannt ist wie der Namensgeber? Ist es wirklich Zufall, daß Middelhoff gerade jetzt, nach dem Kauf von Random House, ausgezeichnet wurde? Immerhin wurde in New York teilweise der kulturelle Ausverkauf beklagt, besonders an ein Land, das bekannt dafür war, daß es Bücher verbrannte. http://www.hagalil.com/archiv/98/06/middelhoff.htm

Im Jahr 2000 blickt Thomas Fitzel im Freitag auf das Ereignis zurück: Die positive PR war notwendig, da der Erwerb der ehemals jüdischen Verlagsgruppe Random House in den USA nicht unumstritten war. Middelhoff behauptete damals nicht ohne Stolz, dass Bertelsmann einer der wenigen nicht-jüdischen Verlage gewesen sei, der von den Nazis geschlossen wurde. Offiziell sei das mit Papierknappheit begründet worden. "Aber jeder kannte die wahre Geschichte: Wir haben Bücher verlegt, die vom Dritten Reich als subversiv verboten waren." Auf der firmeneigenen Web Site behauptet man sogar, dass der Verlag 1943 geschlossen wurde, weil der Verlag und dessen damaliger Chef, Heinrich Mohn, als Mitglied der Bekennenden Kirche den Nazis "ein Dorn im Auge" gewesen sei. http://www.freitag.de/2000/34/00341301.htm

Dank der Arbeit des Historikers Hersch Fischler wissen wir es heute besser. Bertelsmann verlegte völkische und antisemitische Autoren, machte Stimmung mit Kriegserlebnisbüchern und druckte später Frontliteratur für die Wehrmacht in Großauflagen. Noch im Jahr der geschäftsfördernden Preisverleihung, 1998, sah sich Middelhoff gezwungen, eine "Unabhängige Historische Kommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich" einzusetzen. In dem Buch „Bertelsmann – Hinter der Fassade eines Medienimperiums“, das Fischler zusammen mit Frank Böckelmann geschrieben hat, ist Bertelsmanns Geschichte im Nationalsozialismus ausführlich dargelegt.

Allerdings waren gewisse Unstimmigkeiten in dem Geschichtsbild, das Bertelsmann über sich verbreitete, auch schon vorher bekannt. Zum Beispiel, dass Bertelsmann trotz des angeblich widerständischen Verhaltens jene Großaufträge zum Druck von Feldpostausgaben für die Wehrmacht erhielt - und zwar über einen Zeitraum von mehreren Jahren, allein 15 Millionen Ausgaben von 1939 bis 1945 (Bundesmann-Jansen/Pekruhl: Der Medienkonzern Bertelsmann, 1992, S. 19.).

Middelhoff hatte also bei der Preisverleihung die Unwahrheit gesagt, was die Atlantikbrücke ihm offenbar nicht übelgenommen hat. Schließlich sitzt er heute (Stand: 2006) zusammen mit einem weiteren ehemaligen Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden Gerd Schulte-Hillen im Kuratorium der Atlantik-Brücke.

Arend Oetker, bis Juni 2005 Vorsitzender der Atlantik-Brücke (er wurde von Dr. Thomas Enders, CEO von EADS, abgelöst), ist neben anderen Ämtern Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft [3] ist ein wichtiger Kooperationspartner des von der Bertelsmann-Stiftung initiierten und mitfinanzierten Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bei der Einführung von Studiengebühren. z.B.: http://www.idw-online.de/pages/de/news101093

Council on Foreign Relations (CFR)

Der CFR ist der wichtigste außenpolitische Think Tank der USA.

Werner Weidenfeld, Mitglied im Vorstand der Bertelsmann Stiftung, kooperierte schon Anfang der 90er Jahre mit dem CFR im Rahmen eines Projekts der Bertelsmann Stiftung zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen: FRYE, Alton and Werner WEIDENFELD (eds.). Europe and America: between drift and new order. New York: Council on Foreign Relations, 1993.

Bertelsmann Project on Transatlantic Relations, November 1, 1993 - October 1, 1996, Charles A. Kupchan, Senior Fellow and Director for Europe Studies

In its fourth and final year, the Bertelsmann project focused on civic society in the Atlantic Community. Among the questions addressed were: Do Americans and Europeans share similar notions of civic engagement? Does civic activity take different forms on each side of the Atlantic? Does civic engagement exist at the transnational level--either within Europe or across the Atlantic? Prominent Americans and Europeans were commissioned to address these questions. The final product, and edited volume, will be published in 1997. http://www.cfr.org/project/18/bertelsmann_project_on_transatlantic_relations.html

Deutsche Gesellschaft für auswärtige Politik (DGAP)

In der Selbstbeschreibung heißt es: „Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) ist das nationale Netzwerk für deutsche Außenpolitik. Als unabhängiger, überparteilicher und gemeinnütziger Verein begleiten wir aktiv und auf allen Ebenen die außenpolitische Meinungsbildung. Ausländische Politiker finden bei uns eine Plattform, um die deutsche Öffentlichkeit anzusprechen.“ Die DGAP gründete sich 1955. In der Vorbereitungsphase wurden Kontakte zum Centre Études de Politique Étrangère (Paris), dem Royal Institute of International Affairs (Chatham House, London) und dem Council on Foreign Relations (New York) geknüpft. Bei der DGAP hat die Deutsche Gruppe der Trilateralen Kommission ihren Stützpunkt, in deren Exekutivausschuss Otto Graf Lambsdorff sitzt. Bertelsmann Stiftungsvorstand Werner Weidenfeld war von 1995 bis 2005 Herausgeber der im Verlag der Bertelsmann Stiftung erscheinenden Zeitschrift der DGAP "Internationale Politik". Er war auch im Exekutivausschuss des Präsidiums der DGAP. Desweiteren war Mark Wössner im Jahr 1999 - damals Vorstandsvorsitzender sowohl des Bertelsmann-Konzerns als auch der Stiftung - Mitglied des Exekutivausschusses des Präsidiums der DGAP. Zu dieser Zeit war Werner Weidenfeld gewöhnliches Mitglied des Präsidiums. Präsident der DGAP ist Arend Oetker, der auch Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ist und der bis Juni 2005 Vorsitzender des Vorstands der Atlantik-Brücke war. http://www.dgap.org/DGAP/Gremien.html Eine wichtiges Mitglied der Bilderberg-Konferenzen, der Trilateralen Kommission und der DGAP war Otto Wolff von Amerongen, dessen Schwiegersohn Arend Oetker war.

European Round Table of Industrialists (ERT)

Weiter zu:

  European Round Table of Industrialists (ERT)

Personen

 Personenübersicht

Bertelsmann-Geschichte

  • Bertelsmann. Hinter der Fassade des Medienimperiums. Böckelmann/Fischler, Frankfurt 2004.
  • Simons, Olaf: C. Bertelsmann Verlag: Ins Detail gehende Darstellung der Geschichte des Bertelsmann-Verlages (1920-1960) von Olaf Simons, von 1999 bis 2002 in der "Unabhängigen Historischen Kommission zur Erforschung der Vergangenheit des Hauses Bertelsman im Dritten Reich", Mitautor der im engeren Sinne verlagshistorischen Kapitel der Studie der Kommission Bertelsmann im Dritten Reich (Gütersloh: Bertelsmann, 2002). http://www.polunbi.de/inst/bertelsmann.html
  • axel klingenberg: Höllenkreis der Familie. Der Nazidichter Will Vesper war ein wichtiger Kulturfunktionär im Nationalsozialismus. Sein Sohn Bernward beschrieb ihn in dem Buch »Die Reise«. Führers Bettlektüre Teil V. Anmerkung: Will Vesper wurde bereits Anfang der dreißiger Jahre von Bertelsmann als Autor gewonnen (vergl. Böckelmann/Fischler 2004, S. 66). http://www.jungle-world.com/seiten/2003/26/1179.php
  • Strehlow, Wiebke: Selbstmord wegen eines Buches. Hamburger Morgenpost, 18.08.2005. STREIT UM URSPRÜNGLICH 37 EURO - MUTTER (61) KAM DAFÜR IN HAFT UND ERHÄNGTE SICH. Anmerkung: Bei dem Unternehmen, das den Bücherbund aufkaufte, handelt es sich um Bertelsmann. Das verschweigt die Mopo aber. Die Frage ist außerdem, welches Inkasso-Unternehmen an dem Rechtsstreit beteiigt war. Von 1986 bis 1999 gehörte die Mopo zum Verlagshaus Gruner+Jahr, Bertelsmann. http://archiv.mopo.de/archiv/2005/20050818/nachrichten/hamburg/panorama/hmp2005081718253090.html
  • Dietrich Stahlbaum: Bei Bertelsmann in der Drückerkolonne oder Wie Reinhard Mohn begann, einen der mächtigsten Medienkonzerne aufzubauen Telepolis-Artikelforum, 17. November 2004. „Wir verkaufen eine Idee“, sagte er, „nicht irgendeine Ware. Sondern eine Idee! Wenn Sie mitmachen wollen, kommen Sie heute Abend in das Lokal »Zum lustigen Seemann« in der …straße.“ http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6885112&forum_id=68581

Sonstiges

  • Winfried Schartau: Schäferkordt und Roscher: Braune TV-Allianz. 12.05.2005. Die braunen Vorlieben der neuen Vize-Chefin von RTL und die mediale Wiederauferstehung eines Totgeglaubten. http://de.indymedia.org/2005/05/116380.shtml

Bertelsmacht

  • Ludwig, Johannes: Watte im Glashaus. Medien haben Macht, Medien werden immer mächtiger und sind vielen schon zu mächtig geworden. "[...] Aber zu viel Autonomie möcht' auch nicht sein. Das erfuhr Dieter Anschlag, verantwortlicher Redakteur der Kölner "Funkkorrespondenz", einem kritischen Fachdienst des Katholischen Instituts für Medieninformation. Er hatte 1996 für Bertelsmann ein Seminar zum Thema "Medienjournalismus" moderiert und war in dieser Rolle auch für die zweite Auflage der Tagung vorgesehen. Dazwischen lag allerdings ein kritischer Kommentar Anschlags über die Bertelsmann-Studie "Kommunikationsordnung 2000". Der Konzern mit dem liberalen Selbst- und Fremdbild entzog Anschlag kurzerhand den Auftrag." http://www.johannesludwig.de/ Der angegebene Artikel ist auf dieser Seite nicht zu finden. Vieleicht versteckt?

Aktivitäten im Ausland

Verschiedene

  • Rudolph Bauer: Gemeinwohl und Eigeninteresse. Das globale Engagement der Bertelsmann-Stiftung. Die Bertelsmann AG gehört einer Stiftung. Diese ist nicht nur auf regionaler und nationaler, sondern ebenso auf internationaler Ebene tätig. Dabei dient sie auch den wirtschaftlichen Interessen des Weltkonzerns, wie der Autor des folgenden Beitrags schreibt. http://www.nzz.ch/2007/03/30/em/articleEW1KK.print.html

USA

Großbritannien

  • german-foreign-policy.com: Unter deutscher Verwaltung, 05.04.2005. Die deutsche Bertelsmann AG, Europas größter Medienkonzern, übernimmt in Großbritannien hoheitliche Aufgaben. Ein Bertelsmann-Tochterunternehmen wird ab Juli 2005 den Großteil der öffentlichen Verwaltungsarbeit einer britischen Gemeinde erledigen. Das Vorhaben gilt der deutschen Firma als ,,Pilotprojekt von strategischer Bedeutung" zur Expansion in einen milliardenschweren Markt. Europaweit will Bertelsmann im Rahmen sogenannter ,,Public Private Partnership" in die zur Zeit noch unter nationalstaatlicher Kontrolle stehenden Bereiche vordringen und Tätigkeiten des öffentlichen Gemeinwesens ausüben. http://www.german-foreign-policy.com/de/news/article/1112652000.php
  • Under German Administration 05.04.2005 GÜTERSLOH/EAST RIDING (Own Report) Europe's largest media company, the German firm Bertelsmann AG, is taking over official tasks normally performed by public authority in Great Britain. From July 2005 a Bertelsmann subsidiary will undertake the majority of public administration in a British local authority. The plan is regarded by the German firm as a ,,pilot project of strategic importance"for its expansion into a multi billion market. Across Europe, Bertelsmann aims to expand within the framework of the so-called ,,Public/Private Partnership"into areas which are presently under the control of nation states and to carry out activities which are normally reserved to publicly responsible local authorities. Great Britain is also a target of Bertelsmann's expansion in print media. By a joint venture enterprise with two other German media firms in the construction of new large-scale printing facilities abroad, Bertelsmann is aiming to gain market leadership in European newspaper printing... http://www.german-foreign-policy.com/en/fulltext/52268

Frankreich

  • Imperium germanicum 25/04/2005 GÜTERSLOH/PARIS/BERLIN (Compte-rendu de la rédaction) - Le plus grand groupe médiatique d'Europe, "Bertelsmann AG" (SA), reprend une chaîne de librairies françaises et élargit ce faisant son "empire français". On parle également d'une participation au quotidien "Le Monde" dont la tendance pro Union Européenne correspond aux intérêts berlinois. Les convoitises de l'entreprise allemande sont peu connues en France car le groupe opère "en douceur" et apparaît sous le couvert de filiales que l'on ne rapproche pas de sa propre dénomination. Ainsi que l'on peut le lire dans la presse allemande Bertelsmann serait en mesure de contourner un tabou en envisageant également d'autres prises de participation que "Le Monde" dans le marché de la presse française. L'entreprise évite des avancées trop spectaculaires, qui pourraient attirer l'attention sur le groupe et évite ainsi d'irriter l'opinion publique française avant le référendum sur la constitution Européenne (fin mai)... http://www.german-foreign-policy.com/fr/fulltext/53012
  • Mais Oui! 24.05.2005 BERLIN/PARIS (Information interne) - Certains cercles de politique étrangère allemands et français préparent une alliance confédérative de leurs deux pays et veulent ainsi éviter les conséquences du résultat prévisible du referendum français du 29 mai prochain, concernant le traité constitutionnel. Dans le cas d'un "non" on agira, selon Berlin, "en marge des contrats (existants entre les états)" et on imposera "en passant par la petite porte" les projets de l'Union Européenne. Les intentions visent à une union franco-allemande qui dominerait les autres états de l'Union Européenne sans être totalement intégrée dans le consensus constitutionnel. Suivant ces intentions Berlin informerait, de l'intérieur, les membres de l'Europe de l'Est européen tandis que Paris, de l'extérieur, mettrait en écheveau les pays méditerranéens (Espagne, Italie, Afrique du Nord, Proche Orient). La coordination centrale resterait réservée au duo franco-allemand ("Le noyau de l'Europe"). Afin de restreindre, au mieux, les dangers de ce projet Berlin lutte à Paris, par des moyens visibles et d'autres plus cachés, en faveur d'un "Oui"... http://www.german-foreign-policy.com/fr/fulltext/53444
  • 05.04.2006 Endgültig Der Medienkonzern Gruner + Jahr strebt die Übernahme des französischen Konkurrenten Emap an.

Gruner + Jahr hat im vergangenen Jahr den Umsatz um knapp 8 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro und den operativen Gewinn um 17 Prozent auf 250 Millionen Euro gesteigert und angekündigt, die weltweite Expansion voranzutreiben. Für das Tochterunternehmen des Medienriesen Bertelsmann, der in Frankreich bereits ein "Imperium germanicum" unterhält, ist das französische Zeitschriftengeschäft der wichtigste Auslandsmarkt. Jetzt will Gruner + Jahr den französischen Markt "endgültig erobern". Im Visier des Medienkonzerns ist das an der Londoner Börse notierte Unternehmen Emap (Jahresumsatz: eine Milliarde Britische Pfund), das mit seinen Magazinen (Télé-Star, Auto Plus, Pleine Vie, Addx) die Nummer Zwei im französischen Zeitschriftenmarkt und die Nummer Fünf im gesamten Pressemarkt Frankreichs ist. Der deutsche Konzern muss sich gegen eine Reihe weiterer Interessenten für Emap durchsetzen, darunter auch der französische Marktführer Lagardère. Parallel zu dem Übernahmeangebot für die Zeitschriften von Emap plant die französische G+J-Tochter Prisma Presse die Gründung neuer Zeitschriften. s. auch Imperium germanicum und Mais oui! sowie Draufsetzen und Übernahmefieber (alles unter www.german-foreign-policy.com)

Quellen: Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr treibt Expansion voran; Reuters 27.03.2006 Brautschau. Gruner+Jahr will Frankreich erobern; Spiegel online 04.04.2006 top print. http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56316

Spanien

  • Akzente setzen MADRID/BARCELONA/GÜTERSLOH (20.11.2005) - Die Stiftung des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann feiert das zehnjährige Bestehen ihres spanischen Ablegers ("Fundación Bertelsmann") und kündigt die Ausweitung von dessen Tätigkeit auf das "wirtschafts- und gesellschaftspolitische Leben in Spanien" an. Wie es anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten heißt, die mit einem Gespräch der stellvertretenden Stiftungs-Vorsitzenden Liz Mohn im Madrider Königspalast verbunden waren, wird die "Fundación" die Beschränkung ihrer Tätigkeit auf die Kulturpolitik aufgeben und ein "Kompetenzzentrum" für private Stiftungen aller Art einrichten. Sie erweitert damit den Einfluss des Hauses Bertelsmann auf der iberischen Halbinsel, dessen Ursprünge zu Zeiten der Franco-Diktatur gelegt wurden - mit der Gründung eines bis heute bedeutenden Buchclubs ("Círculo de Lectores"). Der größte europäische Medienkonzern hat jüngst mit seiner Machtkonzentration in Frankreich und Großbritannien für Aufsehen gesorgt. [...] http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56118
  • Mettre les accents 20/11/2005 MADRID/BARCELONE/GÜTERSLOH (Compte-rendu de la rédaction) - La Fondation du groupe de médias allemand Bertelsmann fête le dixième anniversaire de sa filiale espagnole ("Fundación Bertelsmann") et annonce l'élargissement de son activité à "la vie politique économique et sociale en Espagne". Comme il a été dit à l'occasion des célébrations pour cet anniversaire, liées à un discours de la présidente en charge de la Fondation, Liz Mohn, au palais royal de Madrid, la "Fundación" cesse de limiter son activité à la politique culturelle et elle constituera désormais un "centre de compétence" pour des fondations de toute sorte. Elle élargit ainsi l'influence de la maison Bertelsmann sur la péninsule ibérique, dont les débuts remontent à la dictature de Franco, avec la fondation d'un club du livre encore important de nos jours ("Círculo de Lectores"). Le plus grand groupe européen de médias a récemment attiré l'attention en France et en Grande-Bretagne pour sa politique de concentration de pouvoir. [...] http://www.german-foreign-policy.com/fr/fulltext/55823
  • friedensnews.at - guernica-aktuell 15-2003: Deutsche Großraumofferte an Spanien. Da sich die spanische Regierung erhebliche Bedenken gegenüber geplanten EU-Verfassung angemeldet hat, wird von Deutschland aus an der Einbindung der spanischen Machteliten in imperiale Ambitionen gearbeitet. In einem Papier der Bertelsmann-Stiftung, einem zentralen Außenpolitik-Beratungs-Think Tank der deutschen Regierung - heißt es: ,,Sowohl Spanien als auch Deutschland fällt eine Schlüsselrolle als Mittler zu großen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Räumen zu." Deutschland habe diese ,,Funktion (...) vor allem im Hinblick auf den mittel- und osteuropäischen Raum, die GUS und den Nahen Osten", Spanien ,,im Hinblick auf den Mittelmeerraum, die arabische Welt und Lateinamerika". ,,Die strategische und miteinander abgestimmte Gestaltung der Beziehungen zu diesen Großräumen", heißt es weiter, sei ,,von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Rolle Europas als weltpolitischer Akteur". Die Redaktion "Informationen zur deutschen Außenpolitik" merkt dazu an: "Das deutsche ,,Großraum-Angebot gleicht ähnlichen Offerten, mit denen das Deutsche Reich insbesondere Spanien und Italien in seine Weltherrschaftspläne der Vorkriegsjahre einbezog." (http://www.friedensnews.at/stories/storyReader$1568). Quellen:
    • Deutsch-Spanisches ,,Europa"-Forum gegründet. Deutschland und Spanien sollen euro-strategische Allianz bilden; Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung 12.11.2002
    • Die Zukunft Europas gestalten. Deutschland und Spanien in der erweiterten Europäischen Union; Reflexionspapier für das Zweite Deutsch-Spanische Forum, erstellt von der Bertelsmann Forschungsgruppe Politik, dem Centrum für angewandte Politikforschung München und der Bertelsmann Stiftung Gütersloh
    • In Europa stellt sich die Machtfrage; Welt am Sonntag 28.09.2003

Nähere Informationen: http://www.german-foreign-policy.com

Weißrussland

Serbien

Indien

  • www.german-foreign-policy.com: Bis zum heutigen Tag 04.12.2005 NEW DELHI/GÜTERSLOH/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit einem "Internationalen Kulturforum" in New Delhi hat die Bertelsmann-Stiftung ihre Netzwerke in Indien ausgebaut und prüft jetzt die Errichtung von "Bürgerstiftungen" in dem südasiatischen Land. Das hochrangig besetzte "Kulturforum" sei anberaumt worden, um "die Kräfte (Europas und Indiens, d. Red.) in einer strategischen Partnerschaft zu vereinen", hieß es im Vorfeld der Veranstaltung. Die deutsch-indischen Beziehungen fußen auf Netzwerken, die bis in die antibritische Kollaboration während des Ersten Weltkriegs zurückreichen und die NS-Zeit ungebrochen überstanden haben. Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft, eines wichtigen Teils dieser Netzwerke, ist ein ehemaliger Chef der deutschen Auslandsspionage (BND). [...] http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56139

China

  • Blume, Georg: Mauerblümchen. Der Medienkonzern Bertelsmann muss sich in China mit einer ungewohnt kleinen Rolle bescheiden. Von wegen „Kulturforum“ – Chinas Kulturminister Sun Jiazheng, ein unauffälliger 50-jähriger Karrierekader, hatte das Anliegen von Liz Mohn in China anders verstanden. Zwar war sie als Vizepräsidentin der gemeinwohlorientierten Bertelsmann-Stiftung angereist, aber jeder weiß, dass die Familie Mohn im deutschen Medienkonzern Bertelsmann die Kontrolle ausübt. Und so sprach der chinesische Minister im Pekinger Hyatt-Hotel nicht vom Motto der Veranstaltung, „Voneinander Lernen, Miteinander Wirken“, sondern gleich vom Geld. DIE ZEIT 27.05.2004 Nr.23 http://www.zeit.de/2004/23/Bertelsmann_2fChina

Politische Einflussnahme/Themenfelder

Arbeit und Soziales

  • Wolfgang Lieb: Bertelsmann-Studie über die Vorstellungen der Arbeitnehmer zu ihrem Rentenübergang. Oder: Woher Bundespräsident Köhler seine Denkanstöße bezieht. 25.07.2006 „Tatsächlich zeigen auch Umfragen, dass die Deutschen sich darauf einstellen, später in Rente zu gehen. Ich finde, es könnte durchaus auch darüber diskutiert werden, ob starre Altersgrenzen überhaupt noch in unsere Zeit passen.“ Das sagte Köhler im Mai auf dem 8. Seniorentag in Köln. „Arbeitnehmer in Deutschland wollen auch in fortgeschrittenem Alter beruflich aktiv bleiben – Mehrheit möchte Renteneintritt in der Altersphase zwischen 60 und 67 selbst bestimmen.“ Das ist die Überschrift einer Befragung der Bertelsmann Stiftung, die am 24.07.06 vorgestellt wurde. Ist diese Übereinstimmung Zufall – oder haben die guten Beziehungen zwischen Bertelsmann und dem Bundespräsidialamt Köhler zu diesem „Denkanstoß“ verholfen? Mehr: http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=55&idart=1971
  • Bundesmann-Jansen, Jörg; Pekruhl Ulrich: Der Medienkonzern Bertelsmann. Neues Management und gewerkschaftliche Betriebspolitik. In: HBS Forschung, Bd. 7, S. 59-68, Köln 1992.
  • Die Sozialreformen aus Gütersloh. Hersch Fischler bei der PUBLIC DOMAIN im Bunker Ulmenwall. Voll war es am Sonntag Nachmittag im Bunker Ulmenwall: Rund 130 BesucherInnen waren gekommen, um Hersch Fischler und seinen Ausführungen über die Bertelsmann-Stiftung zu lauschen. Veranstaltet wurde der Vortrag mit Diskussion vom Bielefelder FoeBuD, der zur Public Domain #138 geladen hatte. http://archiv.foebud.org/pd/docs/pd_webwecker050608_horn_dieSozialreformenAusGuetersloh.html
  • Roth, Rainer: Nun haben wir den Hartz - Wer missbraucht hier wen? [...] Die Bertelsmann-Stiftung, Inhaberin des Bertelsmann-Konzerns, ist für die völlige Abschaffung des Regelsatzes von 345 Euro. Sie will nur noch die Miete zugestehen. (F. Breyer, W. Franz, S. Homburg, R. Schnabel, E. Wille, Reform der sozialen Sicherung, Berlin 2004, 42; vgl. Flugblatt von Klartext e.V. Gewinnspiel 2005 -> www.klartext-info.de ) Hunger und die Drohung mit Wohnungslosigkeit sollen die Arbeitsmotivation fördern. Chefökonom Sinn ist vorerst "großzügiger". Er will den Regelsatz vorerst nur um ein Drittel senken. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung will 30 % weniger, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie die CDU/CSU treten für die Senkung des Regelsatzes um 25 % ein. Also: die Vertreter des Kapitals sehen Null Cent bis 3,17 Euro täglich für Ernährung vor. [...] http://www.klartext-info.de/vortraege/missbrauch_aschaffenburg05.htm
  • Roth, Rainer: Flyer: Gewinnspiel 2007: "Wir möchten einen Test mit Ihnen machen, ob Sie verstanden haben, was Soziale Marktwirtschaft ist. Die Bertelsmann-Stiftung ist Inhaberin der Bertelsmann AG, des größten deutschen Medienkonzerns. (u.a. RTL, RTL 2,Vox, Stern, Brigitte, Eltern, Capital, Financial Times Deutschland, Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Spiegel (24,75%) usw.) Was glauben Sie, wie viel Geld ein Bezieher von Arbeitslosengeld II nach Meinung der Bertelsmann AG in Zukunft bekommen soll?" http://www.klartext-info.de/flugblaetter/Gewinnspiel-2007.pdf
  • Dr. Kerstin Witte (Bertelsmann Stiftung): Reform der Sozialen Sicherung. "Gemeinschaftsinitiative Soziale Marktwirtschaft" präsentiert Reformkonzept. Am 14. November 2003 präsentiert die "Gemeinschaftsinitiative Soziale Marktwirtschaft" - eine Kooperation der Bertelsmann Stiftung, der Heinz Nixdorf Stiftung und der Ludwig-Erhard-Stiftung - ihre Reformvorschläge zur Sozialen Sicherung im Rahmen einer Konferenz in Berlin erstmals einer ausgewählten Öffentlichkeit. http://www.sozialpolitik-aktuell.de/docs/bertelsmannreformSozialeSicherung.pdf
  • ANDREAS SPANNBAUER: Nie mehr Schlange stehen auf dem Arbeitsamt. Ökonomen wollen Sozialabgaben halbieren - und damit für fünf Prozent mehr Wachstum und Beschäftigung sorgen. http://www.taz.de/pt/2003/11/05/a0096.1/text
  • anton landgraf: Das Kreuz des Ostens. Mit Sonderwirtschaftszonen sollen die neuen Bundesländer saniert werden. Die Idee stammt aus China. Jungle World, Nummer 17 vom 14. April 2004 "[...] Dennoch will Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf vorlegen, wonach in besonderen Regionen Bundes- und Landesrecht ausgesetzt werden könnte. In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung soll im Kreis Ostwestfalen-Lippe, in Bremen und Schwerin getestet werden, welche rechtlichen Bestimmungen zeitweise fallen könnten." http://www.jungle-world.com/seiten/2004/16/2977.php


Bertelsmann und die Hartz-Reformen

  • Helga Spindler: War auch die Hartz-Reform ein Bertelsmann-Projekt?, in: Wernicke/Bultmann: Netzwerk der Macht, Marburg 2007
  • Pautz, Hartwig: Scientific policy advice through think-tanks and their role in the Agenda 2010, Political Studies Association, April 2006, "Though no one from the Bertelsmann Foundation was actually member of the Hartz-Commission, the Bertelsmann Foundation had considerable influence through its previous work on the Benchmarking report which was a blueprint for many of the Hartz-Commission’s proposals and through the input that Bertelsmann gave to the Hartz-Commission. The researchers, who had already worked for the Benchmarking Group – Eric Thode, Frank Frick and Werner Eichhorst – accompanied the Hartz-Commission with scientific input by e.g. presenting their expertise to several working groups of the commission. Though Thode says that “the direct cooperation with the Hartz-Commission was only punctiform”5 (Thode 2005, 5), the services of the Foundation went as far as organising research trips for members of Hartz-Commission subgroups to countries such as Austria, the UK, Switzerland and the Netherlands in order to demonstrate the success of other countries’ reforms. The consultancy con_sens was subcontracted by the Bertelsmann Foundation to work on the subsequent country reports – this consultancy would later be embroiled in the scandal about the commission of consultancy work on the restructuring of the Federal Employment Agency. Frick himself assesses that Bertelsmann delivered “incredible input”6 (Frick 2005, 3). One of the lasting legacies of Bertelsmann’s involvement with the Hartz-Commission is its cooperation with McKinsey and the Bundesanstalt für Arbeit in the development of the infamous Personal Service Agencies. This emerged, when neither of the three actors was satisfied with the preciseness and the actual form of these new instruments in the eventual Hartz Report. The good understanding between Bertelsmann and the BA dates back to 1995, when the Bertelsmann Foundation was invited to join the Project ,Leistungsorientierte Führung in der Bundesanstalt für Arbeit'. Since March 1995 the BA had been trying to restructure itself with the organisational concept „Arbeitsamt 2000“. The Bertelsmann Foundation had been involved in this since the summer of the same year." Mehr: http://www.psa.ac.uk/2006/pps/Pautz.pdf
  • Mario A. Sarcletti: Zornige Hartz IV Gegnerin. (31.08.2005) Gabriele Gillen rechnete am Dienstag im Haus der Kirche nicht nur mit Hartz IV ab. Die WDR-Journalistin, die in dem Gesetzespaket den massivsten Angriff auf die Schutz- und Bürgerrechte der Armen sieht, las nicht nur aus ihrem Buch »Hartz IV – Eine Abrechnung«, sondern plädierte auch für einen Systemwechsel. "Schließlich las Gabriele Gillen doch noch kurz aus ihrem Buch »Hartz IV – Eine Abrechnung«. Auch hier ging es im Zusammenhang mit dem Umbau der Bundesanstalt zur Agentur für Arbeit um die Allianz aus Politik, Wirtschaft und Medien. So war daran die Unternehmensberatung Roland Berger beteiligt, auch Mitglied der Hartz-Kommission. »Neu ins Team von Florian Gerster geholt wurde die Agentur WMP«, berichtet Gillen. In deren Vorstand sitzen die ehemaligen BILD-Chefs Hans-Hermann Tiedje und Hans-Erich Bilges, im Aufsichtsrat damals der Bielefelder Bundestagsabgeordnete Rainer Wend (SPD), im Vorstand war damals auch Günther Rexrodt. »Das zur so genannten Beratung in die Bundesanstalt für Arbeit entsandte Vorstandsmitglied Bernd Schiphorst, vereinbartes Honorar allein für 2003 500.000 Euro, war kurz vorher noch Topmanager beim Bertelsmann Medien- und Ideologiekonzern«, weiß Gillen. Das Engagement von Unternehmensberatungen in der Politik sei kein Zufall. »In den Unternehmensberatungen sitzen Politiker in den Vorständen«, sagt Gillen." http://www.webwecker-bielefeld.de/entry_29602.0.html

Bildung und Wissen

Allgemein

Materialien

  • Bultmann, Thorsten/Schöller, Oliver: Die Zukunft des Bildungssystems: Lernen auf Abruf - eigenverantwortlich und lebenslänglich! Oder: die langfristige Entwicklung und politische Implementierung eines postindustriellen Bildungsparadigmas. (Ersterscheinung: PROKLA 131/Juni 2003. S. 331-354.) http://www.sozialplenum.de/privatisierung/2006/schoellerbultmann.pdf
  • Merkens, Andreas: Neoliberalismus, passive Revolution und Umbau des Bildungswesens. Zur Hegemonie postfordistischer Bildung. In: Meyer-Siebert et al (Hg.), 2002: Die Unruhe des Denkens nutzen. Emanzipatorische Standpunkte im Neoliberalismus. Hamburg, Argument, S. 171-182 http://www.glasnost.de/phil/bildung.html
  • Etzold, Sabine: Die Lotsen aus Gütersloh. Die Denkfabrik der Bertelsmann Stiftung entwickelt sich zum heimlichen Bildungsministerium. Die Zeit, Nr. 19, 02.05.1997, S. 35.
  • Etzold, Sabine: Das schlaue Dutzend. Die Zeit, Nr. 7, 11.02.1999, S. 35.
  • Politik made in Gütersloh. Die Zeit, Nr. 19, 29.04.2004, S. 36.
  • Finetti, Marco: Die heimlichen Bildungsminister, in: Die Woche vom 14. Oktober 2000.
  • Finetti, Marco: Der Rebell in den Mühen der Ebene. Deutsche Universitäts-Zeitung - Nachrichten, Nr. 4, 30.04.2004, S. 22-23.
  • Hank, Rainer: Warum einer ein Milliardenvermögen weggibt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 276, 27.11.1993, S. 13.
  • Heinemann, Karl-Heinz: Es rummort im Neben-Bildungsministerium. Personalkarussel in der Bertelsmann-Stiftung. Frankfurter Rundschau, Nr. 7, 09.01.2003, S. 20.
  • Müller, Albrecht: Die Wohltäter aus Gütersloh, in: Vorwärts, (1999) 5, S. 24.
  • Schöller, Oliver (2004): Vom Bildungsbürger zum Lernbürger. Bildungstransformation in neoliberalen Zeiten, in: /PROKLA/, Heft 4, S. 515-534.
  • Schöller, Oliver/Groh-Samberg, Olaf: The education of neoliberalism, in: Plehwe/Walpen/Neunhöffer: Neoliberal Hegemony. A Global Critique. Oxon, New York 2006
  • Veser, Thomas: Bertelsmann baut für die Bildung um. Frankfurter Rundschau, Nr. 68, 21.03.2002, S. 6
  • Wössner, Mark: Wössner: "Wir brauchen in Deutschland eine neue Lernkultur". Chef der Bertelsmann Stiftung legt Memorandum vor. Die Welt, Nr. 86, 14.04.1999, S. 8.
  • Roman Herzog: Zukunft gewinnen, Bildung erneuern, 1999 Goldmann. ISBN: 3442150698 Der Initiativkreis Bildung wurde durch die Bertelsmann Stiftung 1998 unter Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten ins Leben gerufen. In seinem Memorandum hat er die Ergebnisse seiner Arbeit zusammengetragen. Es enthält kurze Bestandsaufnahmen, Reformvorschläge und Handlungsfelder für die verschiedenen Bereiche von Bildung und Ausbildung.

Hochschule/CHE

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  Hochschule/CHE.

Schule

Materialien

  • Matthias Holland-Letz: Dienerin der Gesellschaft oder Trojanisches Pferd der neoliberalen Privatisierer? Die zwei Gesichter der Bertelsmann-Stiftung. Oktober 2006, in Privatisierungsreport - 2. Vom Durchmarsch der Stiftungen und Konzerne, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Frankfurt, (1,1 MB) http://www.gew.de/Binaries/Binary21082/Privatisierungsreport2.pdf
  • Matthias Holland-Letz: Knallharte Geschäftsinteressen. Warum sich Bertelsmann, Intel und Microsoft im Bildungswesen engagieren. Die Bertelsmann-Stiftung finanziert Projekte, die Staat und Schulwesen modernisieren sollen. Doch geht es der Stiftung des Gütersloher Konzerns nur ums Allgemeinwohl? Und was treibt etwa Intel an, wenn das Unternehmen gratis den Einsatz von PCs an Schulen fördern? Teil zwei des GEW-Privatisierungsreports gibt Antworten. (Erziehung & Wissenschaft 12/2006), http://www.gew.de/122006_Bildungspolitik.html#Section16683
  • Kutter, Kaija: Große Freiheit oder Direx-Diktatur? Hamburg und Niedersachsen führen die eigenverantwortliche Schule ein. Die Direktoren sollen gestärkt werden. Lehrer wehren sich und sprechen von einer "Ökonomisierung" der Schulen. Dahinter stecke die Bertelsmannstiftung. http://www.taz.de/pt/2006/05/17/a0256.1/text
  • Gewünscht - ein Lehrer, der nicht nur vorgefertigte Happen serviert. Frankfurter Rundschau, Nr. 81, 08.04.1999, S. 18.
  • Lohmann, Ingrid: Das Maelstrom-Projekt. Schulen und private Sponsoren - Was spricht gegen public-private-partnerships? Print-Versionen dieses Artikels sind erschienen in den Zeitschriften Computer + Unterricht Heft 32 (1998), 50-52 sowie (gekürzt) in Pädagogik Jg. 51 (1999) Heft 1, 53. http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/Personal/Lohmann/Publik/mael.htm
  • STEFFEN ROSKI: "Bertelsmann macht Lehrer froh - und die Kinder ebenso" (Vortrag am 6. März 2007 vor dem Linken Forum Paderborn. Eine Veranstaltung mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Moderation: Martina Schu, ver.di; Vortrag am 23. Mai 2007 vor der ATTAC-Gruppe Niederrhein in Xanten; Moderation: Klaus Kumbernus-Perscheid) http://www.steffen-roski.de

Kita

Materialien

  • Veser, Thomas: Auch Kindergärten sollen gefördert werden. 25 Jahre Bertelsmann Stiftung: Neuer Schwerpunkt Bildung. Tagesspiegel, Nr. 17724, 04.04.2002, S. 30

Bibliotheken

Materialien

  • Ristow, Thomas, High noon im Lesesaal. Über den Versuch, aus Bibliotheken marktschnittige Wissens- und Kompetenzzentren zu basteln, S. 341 - 380, in: Wernicke, J. / Bultmann, T. (Hg.): Netzwerk der Macht - Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus Gütersloh, 2. , erweiterte Auflage, Oktober 2007, BdWi-Verlag, Marburg
  • Cobabus, N. / Maaske, D. / Ristow, T.: Schöne neue Bibliothekswelt. Kritischer Bericht (dreier Personalratsmitglieder / 2004 - 2005) über die Neuausrichtung der DNB (Deutsche Nationalbibliothek / bis 2006: Die Deutsche Bibliothek) im Rahmen der Kommerzialisierung des Bibliothekswesens. http://www.labournet.de/branchen/medien-it/bibliothek.html

Föderalismusreform

Materialien

  • Föderalismusreform als Einfluss-Chance für Stiftungen.

Die Föderalismusreform könnte für Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen die Chance bieten, mehr Einfluss auf die Bildungspolitik zu nehmen so das Fazit einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Stiftung Marktwirtschaft und die Friedrich-Naumann-Stiftung. Ein kritischer Kommentar von Wolfgang Lieb (erstellt am 08.04.2005) findet sich auf den Nachdenkseiten: http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=546

  • Die zugehörige Studie: Bildungspolitik im föderativen System und internationaler Einfluss

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F0A-9DC5469E/bst/hs.xsl/14738.htm?suchrubrik=

Gesundheitswesen

Materialien

  • Dr. Silke Lüder (niedergelassene Allgemeinmedizinerin in Hamburg): Bertelsmann: Eine Stiftung macht Politik. In: hamburger ärzte-blatt, Heft 1/2008, Seite 10-11
  • Werle, Hermann: Systemwechsel in der Krankenhausversorgung. Klinikkonzerne profitieren von politischen Weichenstellungen und Privatisierungswelle bei öffentlichen Krankenhäusern, junge welt, 15.03.2006, Seite 10, http://www.jungewelt.de/2006/03-15/014.php
  • Privatisierung bedeutet Lohnraub und Entlassungen! Privatisierung kostet Menschenleben! Für den Erhalt der öffentlichen Krankenhäuser! Am 14. Und 15. März findet bei der Bertelsmann Stiftung die Konferenz "Innovation und Öffentlichkeit - Herausforderungen für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft" statt. Hier treffen sich die Manager und die Lobby, die das Gesundheitssystem vollständig in die kapitalistische Verwertungslogik pressen wollen und kommunale Krankenhäuser entweder schliessen oder privatisieren wollen. Flyer der Brigade Prekär: http://www.gegeninformationsbuero.de/sozialekaempfe/gesundheit_2006.pdf

EU-, Außen- und Sicherheitspolitik

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  EU, Außen- und Sicherheitspolitik.

Rudolph Bauer: Gemeinwohl und Eigeninteresse. Das globale Engagement der Bertelsmann-Stiftung. In: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 75 vom 30.03.2007. Dossier Medien, Seite B 4

Herrschaft: Staat, Markt, Zivilgesellschaft

Demokratie

  • Ein Interview mit Christoph Werth über Medien und Demokratie: "Die Wahrnehmung der Bürger ist im realen Leben eine völlig andere, als die, welche sie von den etablierten Medien präsentiert bekommt." Der Medienwissenschaftler Christoph Werth über Mainstreamjournalismus, die Tendenz zur Meinungsmache, über das Entstehen einer Oligarchie aus Staat, Wirtschaft, Verbänden und etablierten Medien und über sich dabei entwickelnden Verflechtungen, die sich von demokratischen Grundprinzipien zunehmend entfernen. http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1630


Föderalismus
  • Drews, Stefan: Gestaltungsmöglichkeiten und Aussagekraft des Rankings von Standorten unter besonderer Berücksichtigung des Bundesländer-Standortrankings der Bertelsmann Stiftung Dissertation: Fakultät VIII (Wirtschaft und Management) , Technische Universität Berlin, 2005 http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=975019767

Verwaltungsreform

  • Bertelsmann übernimmt Aufgaben der öffentlichen Verwaltung der Gemeinde East Riding in Yorkshire/Großbritannien: Ristow, Thomas: Ein Protektorat in Yorkshire. Bertelsmann über alles (Teil 1). Trojaner in England. 04.10.2005 http://www.meinepolitik.de/bertelp2.htm
  • Böttcher, Maritta / Lieberam, Ekkehard: Der "schlanke Staat": Reformrhetorik und Systemreform, in: Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung 34/1998 (Juni), S. 78 - 90
  • Pelizzari, Alessandro: Die Ökonomisierung des Politischen. New Public Management und der neoliberale Angriff auf die öffentliche Dienste. UVK Verlagsgesellschaft Konstanz 2001 (leider vergriffen). Der schweizer Verwaltungssoziologe Pelizzari beschreibt ausführlich die neoliberale Reform der Politik des Kontons Zürich in den 90er Jahren. Motor der Bildungs-, Gesundheits- und Verwaltungsreform der Schweiz war Prof. Ernst Buschor (Ernst Buschor: Vom "zornigen jungen Mann" zum Anführer der Reformelite / S. 85 - 95). Buschor ist Mitglied diverser Think-Tanks und war bis Mitte 2007 Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung.

Kommunalpolitik und sog. Bürgergesellschaft

http://www.freitag.de/2006/24/06240501.php

  • Bauer, Rudolph: Bertelsmann. Kommerz statt Kommune. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 7/2006, 51 Jg., S. 863-869
  • Bauer, Rudolph: Die 'Bertelsmannisierung' der Bürgergesellschaft. Beitrag für die AG 1 (Soziale Bewegung und bürgerschaftliches Engagement) der Tagung Bürgergesellschaft - Wunsch und Wirklichkeit am 19./20.10.2006 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung -- Termin: Donnerstag, 19.10.06, 14.30 Uhr
  • Roski, Steffen: "Netzwerk der Macht in Aktion. Die Bertelsmann Stiftung kümmert sich um politische Personalentwicklung" (Januar 2007), in: http://www.steffen-roski.de

Privatisierung/PPP

  • GTZ - Aktuell, 19. Juli 2006: PPP-Projekt Nummer 400 unter Dach und Fach. Das 400ste Public Private Partnership-Projekt (PPP) ist unter Dach und Fach: In Zusammenarbeit mit der Firma empolis GmbH, die zur Bertelsmann Gruppe gehört, erarbeitet die GTZ ein prüfungsbezogenes Inhalts- und Wissensmanagement-System für den peruanischen Rechnungshof, auf welches landesweit über das Internet zugegriffen werden kann. http://www.gtz.de/de/aktuell/news/16612.htm
  • Ethnologe: Das Ganze im Kleineren... PPP-Verleger-Studiengang: Bertelsmann an der FU Berlin: Die FU Berlin hat mit Bertelsmann ein agreement über die Neugründung eines "Verleger"-Studiengangs getroffen. Bertelsmann übernimmt weitgehend die Kosten, dafür schießt die FU ein Gebäude zu: das Institutsgebäude der Ethnologie (oder mittlerweile 'Sozial- und Kulturanthropologie'), die daher ab 1.3.07 in ein deutlich kleineres Gebäude umziehen muss, obwohl die Studienbedingungen schon jetzt katastrophal sind (80 Studis in einem Seminar, 60 Studis in einem Tutorium - das in Räumen, die für deutlich weniger Menschen konzipiert waren). Ein weiteres Beispiel also für die Machenschaften des Konzerns, gleichzeitig ein weiteres Beispiel für die Verquickung von Wirtschaftsinteressen und Universitätspolitik (wie die 'Volkswagen-Bibliothek' der TU Berlin). Das CHE - 'Centrum für Hochschulentwicklung' und weitgehend finanziert durch die Bertelsmannstiftung - brachte 2003 (?) eine Umfrage heraus, die behauptete, die Mehrheit der Studierenden sei für die Einführung von Studiengebühren. Verschiedenen Gruppen sei dank, dass die fehlerhafte Methodik der Umfrage schnell bekannt wurde: der Fragebogen führte die prinzipielle Ablehnung von Studiengebühren gar nicht auf. Ein Schelm, wer hier Absicht vermutet... 08.12.2006 Es handelt sich um einen Kommentar am Ende dieser Webseite: http://de.indymedia.org/2006/12/163795.shtml

Medien und Information

  • Lutz Mükke: Der Parlaments-Broker. Elmar Brok ist nicht nur ein mächtiger Europa-Parlamentarier, sondern auch Bertelsmann-Lobbyist. Gegen Journalisten, die Licht in sein zwielichtiges Treiben bringen wollen, geht er hart zur Sache. In message 4/2005 http://www.eu-media.info/documents/S034-040.PDF
  • Albrecht Müller: Von den Fernsehzuschauern bezahlt – Bertelsmann verbunden: Klaus-Peter Siegloch. Auf Phoenix bekommt Klaus-Peter Siegloch (ZDF) in regelmäßigen Abständen die Gelegenheit, seine “Kamingespräche” zu führen. Wenn man sich die Auswahl der Gäste (zur Übersicht der bisherigen Sendungen) anschaut (z.B. Mohn, Miegel, Sinn, Glotz, Biedenkopf, Donges, Herzog, usw.) und auch weiß, dass Siegloch Mitglied des Kuratoriums der Bertelsmann-Stiftung ist , dann hat man auch hier wieder einen Zipfel des Bertelsmann-Netzwerkes in der Hand. Auch zu den Fellows des Bertelsmann-Ablegers CAP zählen Vertreter von Medien außerhalb des Bertelsmann-Konzerns. (Z.B. der Mitherausgeber der FAZ, Günther Nonnenmacher, siehe oben: Lutz Mükke: Der Parlaments-Broker). http://www.nachdenkseiten.de/?p=1935
  • Interview: Peter Wolter: Die Linkspartei ist die Partei des Phantomschmerzes. 17.09.2005, Wochenendbeilage der Tageszeitung junge Welt. Gespräch mit Roger Willemsen. Über die Inhaltsleere des Wahlkampfes, die Personalisierung der Politik und das Ausblenden des Themas »Menschenrechte«. Über die Manipulation der Medien und das Verschwinden der Medienkritik. Und natürlich über Gysi und Lafontaine. “...Verlierer dieses Wahlkampfes ist die Journalistik, das linksliberale Spektrum ist mittlerweile völlig verlorengegangen. Außer in den CDU-Stellungen hat an den Fronten dieses Wahlkampfes niemand mehr gekämpft. Das läuft etwa so: Liz Mohn, die Frau des Bertelsmann-Chefs Rainer Mohn, schreibt im Magazin Cicero eine Liebeserklärung an Angela Merkel. Jedermann im Bertelsmann-Verlag weiß jetzt: Die Leitung des Hauses hat diese Meinung zur Wahl. Friede Springer, die Chefin des Springer-Verlages, macht ebenfalls kein Hehl daraus, wie sie denkt. Das ist dann verbindlich für die Redaktionen des Verlags - inklusive der Chefetage der Bild. Auch Stefan Aust vom Spiegel ist auf die Merkel-Position eingeschwenkt. Er hat im Verlag mehr oder weniger die Dienstanweisung gegeben, wie dieser Wahlkampf für Merkel zu führen sei. Da wundert es ja nicht, daß die Journalisten nach dem TV-Duell unisono erzählen, Frau Merkel sei die Gewinnerin gewesen. Umfragen stellen jedoch fest, daß zwei Drittel aller Fernsehzuschauer Schröder vorne sahen. Diese Journalisten sind aber auch diejenigen, die als erste von der Einschränkung der Pressefreiheit reden, wenn Caroline von Monaco nicht oben ohne fotografiert werden darf. Wenn ihnen aber ein Konzernchef sagt, wie sie über den Irak-Krieg zu denken oder wie sie die Wahl zu kommentieren haben, dann ist das für sie keine Einschränkung der Pressefreiheit...” (Quelle: http://www.zmag.de/forum/viewtopic.php?p=1167&sid=a53adf0d29347ae4153b76dd62de061d, ganzer Artkel: http://www.jungewelt.de/2005/09-17/029.php)
  • Rezension von Tilmann P. Gangloff: Stephan Ruß-Mohl, Susanne Fengler (Hrsg.): Medien auf der Bühne der Medien. Dahlem University Press, Berlin 2000. "Beispiele dafür, dass Selbstkritik und Selbstkontrolle an ihre Grenzen stoßen, gibt es zur Genüge. So leistete sich etwa die Bertelsmann-Stiftung den Affront, dem angesehenen Journalisten Dieter Anschlag („Funk-Korrespondenz“) die Leitung eines Seminars über Medienjournalismus zu entziehen, weil er sich kritisch über ein Grundsatzpapier des Konzerns geäußert hatte. Entsprechend engagiert fällt Ruß-Mohls Plädoyer für einen tatsächlich unabhängigen Medienjournalismus aus, denn ohne diesen kämen die Verfehlungen gerade der Medienkonzerne womöglich nie ans Licht. Eine Kontrolle der Kontrolleure ist im Mediengeschäft nicht vorgesehen - die so genannte vierte Gewalt wird auch noch zur fünften. Missbrauch liegt da fast nahe, wie diverse Beispiele belegen: Der Berliner „Tagesspiegel“ weist auffällig oft auf ein Buch seines Herausgebers Hellmuth Karasek hin; die Berliner Zeitung (Gruner + Jahr, also Bertelsmann) feiert auffällig ausführlich Mark Wössner, den scheidenden Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann AG; die Berliner Morgenpost (Axel Springer Verlag) feiert unnötig groß den Besuch Steven Spielbergs im Springer-Verlagshaus." http://www.merz-zeitschrift.de/detail.php?beitrag_id=1566
  • Morhart, Claus: Den Privaten in die Hände. Erst Dresden, dann Bullinger: Gütersloh regiert mit. epd Mark Wössner war bis zum vergangenen Herbst Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, nun ist er Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftung. Das sagt schon alles. Es ist kaum anzunehmen, daß der Mann über Nacht das gemeine Konzernwohl vergessen hat und nun nur noch ans Gemeinwohl denkt. Spätestens seit - noch zu Vor-Wössner-Zeiten - die Bertelsmann-Stiftung den "Funkkorrespondenz"-Redakteur Dieter Anschlag nach einem mißliebigen Kommentar als Leiter eines ihrer Seminare ausgeladen hat, weiß man: In einer Stiftung geht es mitunter anders zu als in einem Stift. Trotzdem frommten sich Mitte Januar einige Ministerpräsidenten (CDU, SPD) und Senderherren (ö.-r., priv.) nach Dresden, um auf Einladung der Bertelsmann-Stiftung über die Zukunft des deutschen Rundfunks zu diskutieren (epd 5/99). In den Jahren davor waren die Strategen nach Gütersloh gebeten worden (epd 96/95, 8/97, 71/98) - mit dem Ergebnis einer "Kommunikationsordnung 2000", einem lauten Ruf nach Deregulierung (epd 7/97). So spricht der Wolf im Schafspelz. http://www.epd.de/medien/1999/7leiter.htm
  • Ignacio Ramonet: Die Krise der Medien und die fünfte Macht. Sie seien die vierte Macht, hiess es. Doch die Medien nehmen ihre Aufgabe nicht mehr wahr, denn sie sind selber zentrale politische und wirtschaftliche Akteurinnen. In vielen Ländern sind die Medien, die lange als charakteristische Elemente der Demokratie - quasi als Barometer der Demokratie - angesehen wurden, selber zum Hauptproblem für die Demokratie geworden. Insbesondere das mediale Verhalten gegenüber der Information ist zum Problem geworden, und viele BürgerInnen sind daran, dies zu begreifen. (nicht bertelsmann-spezifisch) http://www.woz.ch/artikel/2005/nr22/international/11892.html
  • Hintergründe begreifen. Sendungen wie die Super-Nanny und andere machen die Auseinandersetzung um Erziehungsfragen populärer. Mit solchen Sendungen werden vorhandene reale Probleme der Menschen zu Quotenrennern. RTL und RTL2, in deren Programm diese Sendungen laufen, sind Privatsender und gehören zur Bertelsmann AG. http://www.mlpd.de/rf0515/rfart7.htm
  • Ein Interview mit Christoph Werth über Medien und Demokratie: "Die Wahrnehmung der Bürger ist im realen Leben eine völlig andere, als die, welche sie von den etablierten Medien präsentiert bekommt." Der Medienwissenschaftler Christoph Werth über Mainstreamjournalismus, die Tendenz zur Meinungsmache, über das Entstehen einer Oligarchie aus Staat, Wirtschaft, Verbänden und etablierten Medien und über sich dabei entwickelnden Verflechtungen, die sich von demokratischen Grundprinzipien zunehmend entfernen. http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1630


Medienkonzentration/Verflechtung

  • Götz Hamann: Außer Kontrolle. Über Medienkonzentration bei Springer und Bertelsmann: „Meinungsmacht ist für die Wettbewerbshüter kein entscheidendes Kriterium.“ (c) DIE ZEIT 21.04.2005 Nr.17 http://zeus.zeit.de/text/2005/17/springer-psm
  • Zu weite Grenzen. Martin Dieckmann, medienpolitischer Referent von ver.di, zur Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer und das deutsche Medienkonzentrationsrecht. Dieckmann: "Wer sagt denn, dass der Einfluss des Bertelsmann-Imperiums akzeptabel ist?" http://www.verdi.de/0x0ac80f2b_0x02ca62ba

PR-Kampagnen/Reforminitiativen mit Bertelsmann-Beteiligung

Du bist Deutschland

  • LobbyControl: Ab heute bist Du Deutschland Heute abend geht es los: mit “Du bist Deutschland” startet eine Kampagne deutscher Medienunternehmen für eine neue Aufbruchsstimmung in Deutschland. Koordiniert wird sie von Bertelsmann – unterstützt durch die Werbeagenturen Jung von Matt/Alster (Kreation) und kempertrautmann (strategische Kampagnenentwicklung). [...] http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2005/09/bist-du-deutschland/

BürgerKonvent

Bertelsmann kooperiert mit dem BürgerKonvent über die „Gemeinsinn-Werkstatt“ (http://www.buerger-konvent.de/ unter „Partner & Links“). Der BürgerKonvent ist eine von Prof. Meinhard Miegel gegründeten neoliberalen Reforminitiative, die sich als Bürgerbewegung tarnt. Weitere Unterstützer des BürgerKonvents sind Hans-Olaf Henkel, Roland Berger und Otto Graf Lambsdorff. Desweiteren wurde die Kampagne des BürgerKonvents von der Werbeagentur Abels & Grey entworfen. Diese ist Kooperationspartner der US-amerikanischen Rand Corporation, einem ehemals rein militärischen Think Tank des kalten Krieges. Im RAND Europe Advisory Board sitzt auch Werner Weidenfeld, von 1987 bis 1999 Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, seit 1992 Mitglied im Vorstand der Bertelsmann Stiftung und seit 1995 Direktor des CAP. Die Kreise schließen sich also wieder.

Perspektive Deutschland

An "Perspektive Deutschland" ist Bertelsmann durch den "Stern" beteiligt.


Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Am Tag vor dem Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts über die angebliche Verfassungswidrigkeit eines Verbots von Studiengebühren durch den Bund (BVerfG, Urt. v. 26.1.2005 - 2 BvF 1/03, Artikel) hat die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierte „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“ (INSM) teure Zeitungsanzeigen geschaltet, die sich für Studiengebühren aussprechen. Über der Anzeige prangt der Text „Studienkosten belasten die Falschen.“ Ein Foto zeigt einen Jurastudenten an einem Schreibtisch, der sichtlich bequem auf dem Rücken eines auf allen Vieren kauernden Mechanikers sitzt. Darunter wirbt die INSM mit dem Slogan „Chancen für alle“. Diese Argumentation ("Die Krankenschwester finanziert mit ihren Steuern das Studium des Arztsohnes.") findet sich übrigens schon in der Studie The Crisis of Democracy, Trilaterale Kommission, im Jahr 1975, auf die übrigens auch Noam Chomsky schon vielfach kritisch Bezug genommen hat.

Die Bertelsmann Stiftung und die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierte INSM betreiben eine Art Arbeitsteilung bei der Vermittlung neoliberaler Propaganda an die Öffentlichkeit. Wo Bertelsmann als Medienkonzern nicht offensiv PR betreiben kann, ohne Misstrauen zu erregen oder den eigenen Ruf zu schädigen, wird die INSM tätig. Bertelsmann liefert dafür Hintergrund-Studien und bietet der INSM in seinen Medien ein Forum, zum Beispiel als Medienpartnerschaft mit dem Bertelsmann-Blatt Financial Times Deutschland (50%ige Bertelsmann-Tochter). Einer der Geschäftsführer ist Tasso Enzweiler, zuvor Chefreporter der Financial Times Deutschland. Das Kuratorium der INSM bereichert Oswald Metzger, Bündnis 90/Die Grünen, "Fellow" der Bertelsmann Stiftung.

Jüngst tat sich INSM-Botschafter Prof. Dr. Ulrich van Suntum als Autor des Standortrankings 2006 der Bertelsmann Stiftung hervor: http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2006/04/standort-check-der-bertelsmann-stiftung/#more-240. Seit 1996 publizierte er diverse Studien für die Bertelsmann Stiftung: http://www.wiwi.uni-muenster.de/insiwo/forschen/pub_ulvs.html.

Weitere Materialien:

  • Meinung für Millionen. Wie Interessengruppen die öffentliche Meinung beeinflussen. Ein Feature von Brigitte Baetz, Deutschlandfunk, Hintergrund Kultur, 26.08.2005 19:15

Strukturelle Rahmenbedingungen

Aktueller gesellschaftlicher Diskurs: Die neue Bürgerlichkeit

  • Jens Jessen: Vergesst nicht Adornos Krawatte DIE ZEIT 09.03.2006 Nr.11 [4]
  • Franz Walter: Zu Risiken und Nebenwirkungen einer Mittelschicht-Utopie Spiegel-Online 23. Februar 2006 [5]. Wessen Utopie meint unser Brot- und Butter-Politologe Franz Walter eigentlich? Ich glaube, er meint die Bürgersinn-Ideologie der Bertelsmannstiftung [6].
  • Euergetistische Tradition [7]. "So nennt man eine aus der griechisch-römischen Antike kommende Tradition der Wohltätigkeit: der Wohltäter spendete für das Volk, seine Stadt, sein Gemeinwesen, um seine politische Karriere voranzutreiben oder sein soziales Prestige aufzubessern. Ihm war es weniger wichtig, ob diejenigen, die das Geld erhielten, es auch brauchten." Das Gemeinnützigkeitsrecht und das Stiftungsrecht sind aus diesem Grunde auch wieder restriktiver zu reformieren. Z.B. ist das CHE der Bertelsmannstiftung genauso wenig gemeinnützig wie ein steuerlich begünstigster Pädophilen-Verein. Das schöne für die Initiatoren und Stifter an gemeinnützigen Organisationen ist auch, dass sie Aufträge vergeben können an Unternehmen der Stifter und Initiatoren, die dann auf diese Weise richtig gut Geld verdienen (z.B. Arvato, Hochschulberatung, etc.).
  • Steuerprivilegien für Stiftungen. (Tagesspiegel. 24.09.2006) Beispiel Bertelsmann, Zitat: "Immerhin sparte Konzernpatriarch Mohn durch die Übertragung von drei Vierteln des Aktienkapitals auf die Stiftung gut zwei Milliarden Euro Erbschafts- oder Schenkungssteuer. Zudem ist die jährliche Dividenden-Zahlung an die Stiftung steuerfrei. Insofern gibt sie mit ihrem Jahresetat von rund 60 Millionen Euro nicht mal annähernd das aus, was sie den Fiskus kostet."
  • Inwieweit schafft sich Bertelsmann durch Lobbyarbeit und politische Einflußnahme sein eigenes Stiftungsrecht? Deutscher Bundestag - Ausschuß für Kultur und Medien [8], Zitat: "Zimmer führte weiter aus, gemeinsam mit Volker Then von der Bertelsmann-Stiftung und Rupert Graf Strachwitz, dem Geschäftsführer und Direktor des Maecenata Instituts sei sie zu der Einschätzung gelangt, dass es sich bei der Neuregelung des Stiftungsrechtes um eine ganzheitliche Regelung handeln müsse. ... Graf Strachwitz verlangte, die Förderung des demokratischen Bewusstseins in den Mittelpunkt eines neuen Stiftungsrechtes zu stellen. Stiftungen müssten Bestandteil der Zivilgesellschaft werden. Bislang seien Stiftungen zu sehr geprägt von Staatskontrolle. Ein neues Stiftungsrecht, so Strachwitz, dürfe sich nicht auf steuerliche Aspekte von Philanthropie oder Staatsförderung beschränken, sondern müsse auch die Eigenerwirtschaftung von Mitteln möglich machen, was mit den jetzigen Vorgaben nicht realisierbar sei. ..."

Gemeinnützigkeit

  • Wikipedia [9]:Wenn eine Organisation als gemeinnützig anerkannt worden ist, wird sie von den Steuern ganz oder teilweise befreit. Viele nichtstaatliche Hilfswerke und kulturelle Institutionen, aber auch Sportvereine oder Krankenhäuser sind als gemeinnützig anerkannt ...
  • Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit in: Stiftungen in Deutschland [10], Kanzlei Wiegand, Kapitel C III 3:
    • Mittelverwendung für gemeinnützige, mildtätige Zwecke: Einzelfallbeurteilung erforderlich. Besonders förderungswürdig im Sinne $10b Abs 1 EStG siehe Verzeichnis Anlage 7 zu R 111 Abs 1 EstG. Steuerbegünstigte Zwecke [11] sind z.B. gemeinnützige Zwecke [12] nach § 52 Abs. 2 AO (Abgabenordnung), z.B. "die Förderung von Bildung und Erziehung". Auf $ 52 Abs. 2 AO bezieht sich auch die Satzung der Bertelsmannstiftung [13]
    • Grundsatz der Ausschließlichkeit, Unmittelbarkeit und Selbstlosigkeit: Ausschließlichkeit (nur steuerbegünstigte Zwecke dürfen verfolgt werden), Unmittelbarkeit (Die Stiftung muß alle Aufgaben selbst erfüllen, darf aber an Hilfspersonen delegieren, die ihrem Handeln nach klar der Stiftung zugeordnet werden können. Mitteltransfers zwischen steuerbegünstigten Körperschaften sind möglich.), Selbstlosigkeit (Stiftung darf nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele verfolgen. Eigenwirtschaftliche Tätigkeiten müssen im angemessenen Verhältnis zu den ausgegebenen Stiftungsmitteln stehen)
    • Grundsatz der Mittelverwendung: Mittel dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke ausgegeben werden. Stiftung darf weder offen noch verdeckt Gewinne ausschütten. Mittel müssen laufend und zeitnah verwendet werden. Rücklagenbildung ist aber möglich. Bis zu einem Drittel des Einkommens dürfen u.a. für einen angemessenen Unterhalt des Stifters und seiner nächsten Angehörigen verwendet werden. Es dürfen keine unangemessenen Gehälter und Vergütungen gezahlt werden.
    • Grundsatz der Vermögensbindung: Verwendung des Stiftungsvermögens für steuerbegünstigte Zwecke ist für den Fall der Auflösung in der Satzung zu regeln.
  • Satzung der Bertelsmannstiftung [14]
  • Krüger/Niemeyer: Gemmeinnützigkeit von Stiftungen (Folien) [15]. Interessant ist hier die Folie 7: "Begünstigte Zwecke III" - Fehlermöglichkeiten: "Zu große Zwecke", "Zu viele Zwecke", "Zu enge Zwecke". Folie 13: "Turnusmäßige Überprüfung der steuerbegünstigten Körperschaften alle 3 Jahre."
  • Kritik an der Gewährung der Gemeinnützigkeit der Bertelsmannstiftung:
    • KanalB (Video) [16]: "Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinnützig oder handelt sie als Besitzerin des Bertelsmann Konzerns eigennützig? Die Gemeinnützigkeit muss regelmäßig überprüft werden. Der Sozialwissenschaftler Rudolph Bauer hat allerdings leise Zweifel, ob das Finanzamt in Gütersloh die Aufgabe ernst genug nimmt."
    • Handelsblatt/Mediawatcher [17]: "Arno Klönne, Mitautor des Buches "Netzwerk der Macht - Bertelsmann", kam nach Gütersloh, um gegen die Gemeinnützigkeit der umstrittenen Konzernstiftung zu argumentieren. Der Paderborner Professor präsentierte vor 100 Zuhörern Beispiele."

Stiftungsrecht / Steuerrecht

Informationsquellen

  • Jurawiki [18] (Es steht noch nicht viel zum Thema drin).


Referenzfälle
  • Der »Informationsstelle Militarisierung« soll die Gemeinnützigkeit aberkannt werden [19] mit der Begründung des zuständigen Finanzamts Tübingen, die Arbeit sei nicht gemeinnützig, weil sie »von allgemeinen politischen Themen dominiert« sei.

Fragen

  • Wie rechtfertigt das Steuerrecht Privilegien für Stiftungen, die nicht direkt gemeinnützig sind (z.B. der Bertelsmann-Stiftung)?
  • Welche Steuerprivilegien für Stiftungen gibt es und wie werden diese bemessen?
  • Wie wird "Gemeinnützigkeit" steuerrechtlich definiert?
  • Wer entscheidet über Steuerprivilegien / Gemeinnützigkeit? Etwa ein Beamter des Gütersloher Finanzamtes [20]? Wie heißt der eigentlich? Kann man dessen Entscheidung hinterfragen? Gibt es Gutachten z.B. im Falle Bertelsmann? Kann man die einsehen als normaler Bürger oder fallen solche Entscheidungsgrundlagen unter das Steuergeheimnis? Wie genau funktioniert ein diesbezüglicher Entscheidungsprozess (Verwaltungs-, Entscheidungsprozess, Verantwortlichkeiten)?
  • Wie werden die Kriterien der Gemeinnützigkeit laufend überprüft?
  • Wie könnte man und wer kann gegen Steuerbegünstigungen von Stiftungen (z.B. Bertelsmannstiftung) oder die Anerkennung als Gemeinnützige Stiftung (z.B. CHE) Einspruch erheben?
  • Wie kann ein Mißbrauch des Stiftungsrechts verhindert werden? Wann liegt Mißbrauch vor? Muß das Stiftungsrecht restriktiver ausgelegt werden?
  • Brauchen wir ein neues demokratisches Stiftungs- und Gemmeinützigkeitsrecht oder wollen wir wirklich ein Stiftungsrecht im Sinne der Bertelsmannstiftung [21]?

Gegenmaßnahmen

Bitte weitere Vorschläge eintragen.

  • Konzernstruktur darlegen, Medien- und Massenmanipulation veröffentlichen, Gegenaufklärung starten
  • Gegenstrategien zu Privatisierung, Rankings und Kommerzialisierungen entwickeln und publizieren
  • 'Befangenennetzwerk' erstellen und damit das Bertelsmannimperium aufdecken und entmachten
  • weiter so!
  • Den Sonntags-Report im Tagesspiegel vom 24.09.06 [22] ("Macht ohne Mandat" von Harald Schumann) und die "thema"-Beiträge in junge Welt vom 31.07.06 [23]und 01.08.06 [24] (beide von Thomas Barth) unters Volk bringen, sprich: massenhaft nachdrucken und verteilen/auslegen.
  • Vor Jahrzehnten gab es mal eine Initiative "Enteignet Springer"! Ähnliches solltem man mit Bertelsmann und seinen teilweise weniger bekannten Konzernanhängseln (Arvato, Direkt Group) auch machen.
  • Vorträge, Aufklärung - gerade auf kommunaler Ebene gibt es auch Linke, die sich von Bm täuschen und in seine Netzwerke einbinden lassen!
  • Jens Wernickes Vorschlag aufgreifen und ausgehend vom Sammelband "Netzwerk der Macht - Bertelsmann" die Pfeile auf den Gemmeinnützigkeitsstatus der Gütersloher Mildtäter richten.
  • Steuerrechtliche Klarheit in den "Gemeinnützigkeitstatus" diverser Bertelsmannstiftungsableger (z.B. CHE) hineinbringen. Auch die Bertelsmannstiftung selbst genießt Steuervorteile, obwohl selbst nicht direkt gemeinnützig. Wie rechtfertigen sich solche Steuervorteile? Wer darf die überhaupt gewähren? Etwa das Finanzamt Gütersloh [25]? Für einen Weltkonzern? Wie kann die "Gewährung" von Steuervorteilen demokratisch kontrolliert werden? Wie könnte man und wer könnte dagegen Einspruch erheben? Eine fundierte aber leichtverständliche steuerrechtliche Aufklärung könnte da wichige Hinweise und Ansätze für "Pfeile" liefern. Auch mal das Stiftungsrecht grundsätzlich vor diesem Hintergrund hinterfragen.
  • Klare politische Handlungsaufforderungen formulieren! Z.B.: Die Anstifter anstiften stiften zu gehen! - Der Bertelsmann Stiftung die Gemeinnützigkeit aberkennen - jetzt!
  • Ausgehend von einer Kritik an den diversen Rankings, die von der Bertelsmannstiftung einer methodisch nicht geschulten Öffentlichkeit regelmäßig (dumm-)verkauft werden und deren Unwissenschaftlichkeit ziemlich offensichtlich ist (Wernicke, et al., S. 109 ff.), die alt-ehrwürdige ZEIT.de in deren eigenem Interesse "überzeugen", das unsägliche CHE-Hochschulranking aus dem Service-Angebot für Studierende wegen erwiesener Unseriösität wieder zu entfernen.
  • Medienmacht und -strukturen wieder stärker thematisieren: Gehört nicht auch die Forderung nach einem verschärften Kartellgesetz oder nach bestimmten Auflagen (Transparenz, Verflechtungsfreiheit, ...) für Medienunternehmen z.B. in die Programme demokratischer Parteien?
  • Alle Politiker, Manager, Persönlichkeiten des öffentlichen Medien- und Kulturbetriebes

namhaft machen, die mit der Bertelsmann-Stiftung, und ihren Ablegern sowie dem Bertelsmann-Konzern zusammenarbeiten.

  • Alle Institutionen,Parteien und Einrichtungen namhaft machen, die von Bertelsmann und der Bertelsmann-Stiftung Spenden und Gelder entgegennehmen und die von Bertelsmann entwickelte "Reformen" umsetzen.
Persönliche Werkzeuge