AKJ
Aus Bildungswiki
akj-berlin
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SELBSTDARSTELLUNG
Der akj (arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen) an der HUB besteht seit Februar 1996 und ist weder ein Verein noch eine Gesellschaft oder sonst irgendeine hierarchisch strukturierte Organisation. Der akj ist vor allem ein offenes Forum für rechts- und allgemeinpolitische Diskussionen. Als Juristinnen und Juristen beschäftigen wir uns vornehmlich mit der Analyse des bestehenden Rechtssystems und seiner Entwicklungen. Als kritische Menschen erlauben wir uns daneben, Rechtsnormen und deren Entwicklung zu rügen, in Frage zu stellen und Alternativen aufzuzeigen.
Wir sind von jeglicher Partei- und Vereinspolitik unabhängig, arbeiten bei konkreten Anlässen jedoch u.a. mit Menschenrechts-, rechtspolitischen oder antifaschistischen Gruppen zusammen. Unser politischer Standpunkt ist vor allem durch den Hang zur sozialen Emanzipation geprägt. Soziale Emanzipation bedeutet für uns, dass die bestehenden Über- und Unterordnungsverhältnisse zwischen Menschen bzw. zwischen Menschen und dem Staat nicht als Ende der Entwicklung anzusehen, sondern in Frage zu stellen sind und schließlich aufgelöst gehören.
Vorträge
In der Vorlesungszeit veranstalten wir Vorträge zu verschiedensten rechts- und allgemeinpolitischen Themen statt, bei denen kompetente ReferentInnen den Einstieg in eine Diskussion zum Thema geben. Die Vorträge finden zumeist donnerstags um 19.00 Uhr c.t. im Raum 139a in der Juristischen Fakultät (Kommode, Bebelplatz 1) statt. Aktuelle Vorträge und Termine könnt Ihr den Ankündigungen in der Fakultät entnehmen oder auf unserer Homepage unter www.akj-berlin.de oder nachlesen.
Konkrete Projekte
Die politische Justiz in der BRD wird in der juristischen und nichtjuristischen Diskussion kaum beachtet. Daher haben wir es zu unserer Aufgabe gemacht, Gerichtsprozesse, die politische Delikte zum Gegenstand haben zu beobachten und darüber zu berichten. Dabei erlauben wir uns, auch über die Grenzen der BRD hinauszuschauen. Immer wieder kommt es vor allem am Rande linker Demonstrationen zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und DemonstrantInnen. In Zusammenarbeit mit BürgerInnenrechtsgruppen beobachten wir daher Demonstrationen, um ein möglichst objektives Bild vom Verlauf der Demonstration und der Einsatzstrategie der Polizei zu gewinnen. Dabei verfolgen wir das Ziel, die Demonstrationsfreiheit zu schützen und jegliche Versuche, dieses Recht einzuschränken, zu verhindern bzw. zu dokumentieren und öffentlich auszuwerten.
Im Rahmen des Studiums organisieren wir in den Winterferien regelmäßig Gruppenpraktika bei engagierten AnwältInnen. Als Alternative zum klassischen Kofferträgerpraktikum können sich die Teilnehmenden in der Gruppe mit ihren praktischen Erfahrungen und dem anwaltlichen Berufsverständnis auseinandersetzen.
das freischüßler und Internet
Das freischüßler ist die Zeitung des akj und existiert seit April 1999. Mit dieser Zeitung verfolgen wir den verwegenen Anspruch, gegen die konservative Diskurshegemonie innerhalb der JuristInnenschaft anzuschreiben. Wer sich daran beteiligen möchte, ist aufgerufen, Artikel, Kommentare etc. zu verfassen und uns zukommen zu lassen. Unter www.sondervotum.de findet ihr den blog des akj. Hier werden aktuelle Vorgänge und Merkwürdigkeiten in Justiz wie Gesellschaft dargestellt, diskutiert und kommentiert. Von der kritischen Urteilsbesprechung bis zu eventuellen Terminänderungen von Vorträgen enthält der blog alle aktuellen Informationen um den akj. Darüber hinaus richten wir unsere Aufmerksamkeit auch der medialen Verarbeitung repressiver Polizeibilder, wie sie in den Abendprogrammen Tatort und Polizeiruf als legitime Abbilder reproduziert werden. Unter www.tatortkontrolle.de kommentieren und bewerten wir daher die Darstellung der Polizeiarbeit in den Medien.
Plenum
Das wöchentliche akj-Plenum findet während der Vorlesungszeit donnerstags um 18.30 in Raum 139a der Juristischen Fakultät statt – kommt doch einfach mal vorbei.
Kontakt: akj AT akj-berlin.de
http://www.akj-berlin.de
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